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Geschrieben von Susilein am 29.03.2008 um 14:04:

  RE: Jeff d`Hont spricht in der SZ

Zitat:
Original von karteikarte
...Denn vor dem ersten Buch hat sein Betreuer Rudy Pevenage mich gebeten: ,Lass’ mich raus, und Jan bitte auch. Denn wir beide wollen selbst erzählen, was gewesen ist.’ Ich habe mich daran gehalten - sie aber nicht, es kam nichts, bis heute. Dann mach’ ich es halt jetzt...


ja solange strafrechtlich gegen ullrich ermittelt wird sagt der natürlich keinen pieps, das müsste doch selbst für d'hondt selbsterklärlich sein, er würde sich in dem fall kein jota anders verhalten. und ich auch nicht und keiner aus dem forum. wenn die sache abgeschlossen ist wird schon irgendwann das ullrichbuch kommen. in höchstem masse subjektiv und um geld zu verdienen, die wahrheit verdrehend, eigen interpretierend oder auch ganz einfach gelogen. ganz genauso wie bei d'honft eben auch, da werden die sich nichts nehmen. wer was anderes glaubt ist ziemlich naiv.



Geschrieben von Papa Razzo am 29.03.2008 um 14:41:

  RE: Jeff d`Hont spricht in der SZ

Und warum begründet Ullrich dann sein Schweigen in grenzenlos anmutender Arroganz mit der angeblichen Unreife Deutschlands statt mit den laufenden Verfahren?

Das begreiffe, wer wolle. Ich tu's nicht. hoppereiter



Geschrieben von Susilein am 29.03.2008 um 14:45:

  RE: Jeff d`Hont spricht in der SZ

ullrich hat oft genug die laufenden verfahren als grund genannt, warum er nichts sagen kann oder will. jedenfalls deutlich öfter als die angeblich noch nicht weit genug fortgeschrittene reife deutschlands, da kann ich mich nur an das eine mal in einer beiläufigen bemerkung nach einem jedermannrennen erinnern.



Geschrieben von Papa Razzo am 29.03.2008 um 14:50:

  RE: Jeff d`Hont spricht in der SZ

Ein 45-Minuten-Monolog voller Vor- und Anwürfe und ohne jegliche Fragen ist eines reifen Publikums nun einmal unwürdig.

Frontalunterricht wie im totalitären Kindergarten.
Und das war der letzte offizielle Auftritt dieses Herrn (ah, nein, da war ja kurz danach noch ein Auftritt bei Beckmann, wo er aber auch eher dadurch auffiel, dass er eben nichts sagte), der deshalb auch im Gedächtnis hängen bleibt. Wenig vorteilhaft.



Geschrieben von Susilein am 29.03.2008 um 15:04:

  RE: Jeff d`Hont spricht in der SZ

deine aussage war:

Zitat:

Und warum begründet Ullrich dann sein Schweigen in grenzenlos anmutender Arroganz mit der angeblichen Unreife Deutschlands statt mit den laufenden Verfahren?


ich habe dich belehrt dass er dies sehr wohl bei vielen gelegenheiten getan hat. da du ja angeblich ein journalist bist (man weiss es nicht genau, im internet kann jeder alles sein...) müsstest du das sowieso selbst wissen. deine angebliche unwissenheit lässt, sollte das mit dem "journalisten" stimmen, nur den schluss zu dass du hier ganz bewusst stimmung gegen ullrich machen willst. genauso wie die polemische antwort danach, die absolut nichts zur sache tut. solltest du wirklich ein journalist sein wirft diese vorgehensweise ein sehr schlechtes licht auf dich.



Geschrieben von DjHans am 29.03.2008 um 15:15:

  RE: Jeff d`Hont spricht in der SZ

Zitat:
Original von Papa Razzo
Ein 45-Minuten-Monolog voller Vor- und Anwürfe und ohne jegliche Fragen ist eines reifen Publikums nun einmal unwürdig.

Frontalunterricht wie im totalitären Kindergarten.
Und das war der letzte offizielle Auftritt dieses Herrn (ah, nein, da war ja kurz danach noch ein Auftritt bei Beckmann, wo er aber auch eher dadurch auffiel, dass er eben nichts sagte), der deshalb auch im Gedächtnis hängen bleibt. Wenig vorteilhaft.


Habe mir vor ein paar Tagen mal die Beiträge im JU Forum vom 26.02.2007 durchgelesen und da wurde das Argument (wenn ich mich richtig erinnere war es oggi, kann auch wer anders gewesen sein, aber zumindest keiner der hartnäckigen ulle fans) gebracht, dass er den Fans in etwa das geliefert hat, was sie hören wollte, bis eben auf das Team mit dem er die Tour 2007 gewonnen hätte. Warum wird dies heute nicht mehr gesagt? Was damals gültig war, sollte doch auch heute noch sein?

Deutschland reif, das letzte mal war in Weil der Stadt, als er zuvor für die Radsportler Partei ergriffen hat, dass die viele schlimme Sachen (Reporter fragte nach Vino, etc.), die passieren, nicht unbedingt die Schuld der Radsportler seien. Wenn Interesse besteht (was ich nicht glaube), könnte ich es hochladen.

Dem neutralen Beobachter drängt natürlich auf, dass es sich vor allem um das laufende Verfahren geht, das ist natürlich erst mal das Wichtigste, bevor er uns seine Gedanken über ein Medium (wahrscheinlich Buch, wie er bei der Tour im Sat 1 Telefoninterview sagte) mitteilt. Deutschland reif, nun ja, ich denke nicht, dass ihn das wirklich abhält, ob Deutschland reif ist, habe ich aber auch meine Zweifel, was aber auf die Entscheidung wohl keinen Einfluss hat.

Davon abgesehen ist Jan Ullrich nicht Jörg Jaksche und hat mit dem Radsport leider abgeschlossen und hat es eigentlich auch nicht nötig den Medien die Story zu liefern, die sie wollen, sondern es sollte in eine andere Richtung gehen. Und anders als Sinkewitz hat er auch noch Freunde im Peleton. Ich warte deshalb schon auf die Häme hier im Forum, wenn er tatsächlich ein Buch auf den Markt bringen würde, denn es könnte wahrscheinlich nicht den Geschmack von vielen treffen.



Geschrieben von panni am 29.03.2008 um 15:23:

  RE: Jeff d`Hont spricht in der SZ

Allein die Tatsache, dass D´Hont viele Jahre als Pfleger in hochklassigen Profiradteams beschäftigt war, garantiert schlagzeilenträchtige Enthüllungen und für den der es darauf anlegt auch volle Kassen. Man muss also wenn man D´Hont heißt nicht zwangsweise lügen um seine Ziele zu realisieren.

Wer sich jedoch die Entwickling seit der Enthüllungsstory vom April 2007 im Spiegel bis heute vor Augen führt, damalige Aussagen/Behauptungen mit heutigen abgleicht und nicht erkennt dass der Mann lügt dass sich die Balken biegen, macht auf mich, um es salopp zu formulieren, einen wenig vorteilhaften Eindruck. D´Hont hat erkannt, dass Deutschland für ihn immer noch ein (bzw. überhaupt der) Markt ist und das nutzt er nun für seine Interessen..



Geschrieben von DjHans am 29.03.2008 um 15:31:

 

Komplett aus der Luft gegriffen sind natürlich solche Geschichten nie, da würde er sich zu sehr in Gefahr bringen, nur hat er natürlich, wie jeder andere Mensch auch seinen Profit im Kopf und verdreht manche Dinge natürlich zu seinen Gunsten, wie es wahrscheinlich die meisten machen würden. Also muss man immer Vorsicht walten lassen. Dazu noch, da ausgerechnet seine Frau seine Beweise "verbrannt" hat. Komplett gelogen ist es nicht, komplett stimmen wird es aber wohl auch nicht.



Geschrieben von panni am 29.03.2008 um 15:36:

 

Dass es Doping bei den Magentas gab stelle ich nicht in Abrede. Seit seiner Enthüllungsstory hat er jedoch kräftig nachgelegt, um nicht zu sagen seine Fantasie spielen lassen. Viele dieser nachträglichen Geschichtchen können definitiv nicht stimmen.



Geschrieben von Drittnick am 29.03.2008 um 15:45:

 

Naja, was willst machen wenn du noch ein Buch vollbekommen sollst, dir aber nicht mehr viel einfällt? Dann muss man halt nochmal ganz besonders intensiv nachdenken. Engelchen



Geschrieben von blaireau am 29.03.2008 um 15:53:

  RE: Jeff d`Hont spricht in der SZ

Zitat:
Original von panni
dass der Mann lügt dass sich die Balken biegen, ....

Wo denn?



Geschrieben von kuestentanne am 29.03.2008 um 15:55:

  RE: Jeff d`Hont spricht in der SZ

Zitat:
Original von DjHans
Ich warte deshalb schon auf die Häme hier im Forum, wenn er tatsächlich ein Buch auf den Markt bringen würde, denn es könnte wahrscheinlich nicht den Geschmack von vielen treffen.


Dann kommt schlicht die Standard Ulle Fans Antwort: Der will doch nur sein Buch verkaufen und Kohle machen ...



Geschrieben von panni am 29.03.2008 um 15:57:

 

Kennt jemand dieses Interview (irgendwann vom Dez. 2007, vermutlich SZ), Headline war "Wie lebt es sich als Verräter" oder so ähnlich? Ich habe schon bei der SZ gestöbert, es aber nicht wiedergefunden. Darin antwortet er auf die Frage, ob er mit seinem Buch gut verdient habe, dass es zwar einige Monate die Bestsellerliste angeführt habe, aber dass Belgien ein kleines Land sei und man das bereits mit 30.000 verkauften Exemplaren erreiche. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Engelchen



Geschrieben von MrsFlax am 29.03.2008 um 16:06:

 

verstehe dein problem nicht...
von mir aus kann der mann steinreich werden mit seinem buch - das impliziert aber doch nicht, dass es voller lügen steckt keine ahnung



Geschrieben von Drittnick am 29.03.2008 um 16:08:

 

Ich muss zugeben, mich interessiert dieses angeblich aufgezeichnete Telefongespräch mit Ulle schon, weswegen er nun angeblich "schwitzen" würde, was er da wohl gesagt hat? Hey Jeffe, Alda, isch mach disch Krankenhaus? großes Grinsen



Geschrieben von panni am 29.03.2008 um 16:38:

 

Zitat:
Original von MrsFlax
verstehe dein problem nicht...
von mir aus kann der mann steinreich werden mit seinem buch - das impliziert aber doch nicht, dass es voller lügen steckt keine ahnung


Dass D´Hont mit Enthüllungsbüchern Geld verdienen möchte muss ich nicht als moralisch einwandfrei bewerten. Immerhin war er lange genug in dieser Branche tätig und hat dort sein Geld verdient. Er selbst hat als Fahrer gedopt, hat beim Dopen anderer Fahrer geholfen und spielt jetzt den Geläuterten und Weltverbesserer. Ich verstehe ja noch, dass niemand sich gern den Ast absägt auf dem er selbst sitzt. Nachdem man bis zur Rente sein Auskommen in besagter Branche hatte, finde ich es allerdings schon ein wenig fragwürdig andere zu "verpetzen". Mir ist zwar einerseits bewusst, dass die Wahrheit so schneller oder überhaupt ans Licht kommt, trotzdem ist es heuchlerisch von ihm. Wenn er freiwillig lange vor Erreichen des Rentenalters (also auch nicht wie Manzano der erst plauderte als er entlassen worden war) ausgestiegen und sich von der verseuchten Szene abgewandt hätte, wäre es moralisch einwandfrei.

Sei´s drum. Die Tatsache, dass er noch mehr Geld mit einem weiteren Buch verdienen möchte sehe nicht als Beweis für sein Lügen. Diese Schlussfolgerung ziehe ich aus einigen zum Teil widersprüchlichen und einigen zum Teil unglaubwürdigen Behauptungen.



Geschrieben von MrsFlax am 29.03.2008 um 16:42:

 

Zitat:
Original von panni
Sei´s drum. Die Tatsache, dass er noch mehr Geld mit einem weiteren Buch verdienen möchte sehe nicht als Beweis für sein Lügen. Diese Schlussfolgerung ziehe ich aus einigen zum Teil widersprüchlichen und einigen zum Teil unglaubwürdigen Behauptungen.


welche wären das?

nebenbei: mir ist völlig wurscht, wie moralisch integer d'hont ist und was auch immer seine motive sind. "moralisch einwandfrei" dürfte im radsport wohl kaum etwas / jemand sein.

edit: i.ü. könnte man als "fan" von leuten, die zum großteil erwiesenermaßen NICHT "moralisch einwandfrei" sind, mal über die eigenen maßstäbe nachdenken...



Geschrieben von blaireau am 29.03.2008 um 16:49:

 

Zitat:
Original von panni
Diese Schlussfolgerung ziehe ich aus einigen zum Teil widersprüchlichen und einigen zum Teil unglaubwürdigen Behauptungen.

Das ist aber ein deutliche Herabminderung zu "Er lügt, dass sich die Balken biegen", gell?



Geschrieben von Susilein am 29.03.2008 um 16:51:

 

Zitat:
Original von MrsFlax
edit: i.ü. könnte man als "fan" von leuten, die zum großteil erwiesenermaßen NICHT "moralisch einwandfrei" sind, mal über die eigenen maßstäbe nachdenken...


oho, hier werden aber hohe ansprüche gestellt. moralisch einwandfrei, wer soll das sein, wessen fan bist du, der von mutter theresa und dem heiligen st. martin, der auch noch seinen mantel teilte? SPAM



Geschrieben von MrsFlax am 29.03.2008 um 16:56:

 

ich nehme an, die frage geht an panni... Kaffee & News


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