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Geschrieben von Rieper am 09.10.2008 um 13:32:
RE: Frage
in der leichtathletik beginnen die ausdauerstrecken bei 800 meter...allerdings glaube ich mal wöhrend olympia im tv gehört zu haben, dass sie auch dem herrn bolt blut entnommen haben
und grad auf
sports.pl gelesen, dass der polnische prof jerzy smorawinski sagt, die polnischen sportler dopen nicht, weil das geld für die neusten mittel nicht reicht
Geschrieben von Ocaña am 09.10.2008 um 16:59:
Viera
Ich hoffe ich verstehe den Sachverhalt richtig.
Patrick Viera hat sich vor der Euro 2008 verletzt und sollte so schnell wie möglich wieder fit werden. Über Willy Sagnol konnte man einen Kontakt zum DFB Arzt Müller-Wohlfarth herstellen. Dieser soll Actovégin empfohlen haben. Viera bestreitet jetzt, dass er es genommen hat. In Frankreich ist es jedenfalls illegal. Weiß jemand etwas zu diesem Mittel?
http://www.leparisien.fr/sports/vieira-les-dessous-d-une-blessure-08-10-2008-268789.php
Geschrieben von polli am 09.10.2008 um 18:16:
RE: Viera
| Zitat: |
Original von Ocaña
Ich hoffe ich verstehe den Sachverhalt richtig.
Patrick Viera hat sich vor der Euro 2008 verletzt und sollte so schnell wie möglich wieder fit werden. Über Willy Sagnol konnte man einen Kontakt zum DFB Arzt Müller-Wohlfarth herstellen. Dieser soll Actovégin empfohlen haben. Viera bestreitet jetzt, dass er es genommen hat. In Frankreich ist es jedenfalls illegal. Weiß jemand etwas zu diesem Mittel?
http://www.leparisien.fr/sports/vieira-les-dessous-d-une-blessure-08-10-2008-268789.php |
Das war das Zeug, was sie damals beim USP gefunden haben, der berühmte Zeitfahrbooster. Fördert die Durchblutung und sorgt so für einen schnelle (Wund-)Heilung.
Geschrieben von ginger am 09.10.2008 um 23:09:
RE: Viera
Der Giro will keine Blutproben nachtesten; wahrscheinlich weil man da 50% der italienischen Topfahrer aus dem Weg räumen würde...
Geschrieben von Pedalritter am 09.10.2008 um 23:14:
RE: Viera
| Zitat: |
Original von ginger
Der Giro will keine Blutproben nachtesten; wahrscheinlich weil man da 50% der italienischen Topfahrer aus dem Weg räumen würde... |
Sind die nicht eh schon weg?
Geschrieben von ginger am 09.10.2008 um 23:29:
RE: Viera
Die verbliebenen halt... Ich meine die gesamten Top20 sind evtl. gefährdet, darunter Brushegin, Pellizotti, Di Luca, Gibo und Nibali. Jeder weiß, dass der Nachweis beim Giro noch nicht bekannt war, was das angesichts dessen heißt, dass schon jetzt einige mit Cera erwischt wurden und wohl noch der ein oder andere folgen wird, ist klar. Da wurde ein Nachweisverfahren für eins DER Präparate überhaupt aktuell entwickelt. Die Proben vom Giro wären aus meiner Sicht ein Riesenschritt, wenn man das Doping bekämpfen wollte.
Geschrieben von denkbär am 09.10.2008 um 23:43:
RE: Viera
| Zitat: |
Original von ginger
Der Giro will keine Blutproben nachtesten; wahrscheinlich weil man da 50% der italienischen Topfahrer aus dem Weg räumen würde... |
Mann, seit ihr blutrünstig
Die Italiener werden doch ihr kloreiches Antidopinggesetz mit Handschellen und Haftstrafen nicht gegen die eigene italienische Radsportelite einsetzen. Nein nein, da macht man lieber Hausdurchsuchungen bei österreichischen Skiläufern und luxemburger Konkurenten. Das hilft eher zum Schutz der nationalen Sicherheit.
Geschrieben von conconi am 10.10.2008 um 07:48:
RE: Viera
| Zitat: |
Original von denkbär
Die Italiener werden doch ihr kloreiches Antidopinggesetz mit Handschellen und Haftstrafen nicht gegen die eigene italienische Radsportelite einsetzen. Nein nein, da macht man lieber Hausdurchsuchungen bei österreichischen Skiläufern und luxemburger Konkurenten. Das hilft eher zum Schutz der nationalen Sicherheit. |
Yeah, ich hatte auch immer das Gefühl dass die Pantani, Garzelli, Frigo, Basso, Scarponi, DiLuca, Petacchi, ... mit Samthandschuhen angefasst haben. Spanische Verhältnisse, ganz sicher.
Geschrieben von panni am 10.10.2008 um 08:14:
RE: Viera
Ich habe nicht das Gefühl dass die Italiener ihre eigenen Landsleute schonen. Wobei man bei denen echt nicht weiß woran man ist. Beim Giro 2007 haben sie hart durchgreifen wollen und Simoni, Ricco, Piepoli ud Di Luca speziellen Test unterzogen. Pech war nur dass sie zwar Auffälligkeiten feststellen aber ihnen Doping nicht beweisen konnten. Beim diesjährigen Giro waren die ital. Dopingjäger scheinbar wieder zahm, denn von Sonderaktionen war nichts zu vernehmen.
Wollten die Italiener nicht wenigstens die Giro-Proben von Ricco nachkontrollieren? Oder hat man keine Lust auf eine Podium-Neubesetzung?
Ich würde es jedenfalls sehr begrüßen, wenn sowohl die Blutproben vom Giro als auch von der Vuelta auf CERA untersucht würden.
.........und gleich noch die von der Fussi-EM.
Geschrieben von Alfred am 10.10.2008 um 08:45:
Die Giro Organisatoren sind nicht das CONI oder die für Doping zuständigen Behörden. Und denen gehts nicht um die italienischen Stars zuerst, sondern um ihr Rennen und die noch verbliebenen Geldquellen. Sie meinen wohl, das alles jetzt irgendwie aussitzen zu können. Nur es funktioniert im Radsport seit 98 nicht mehr.
Müller Wohlfahrt, ja ich kann mich an die 90er erinnern, dass damals seine Sportler bei Muskelfasrrissen u. a. Kälberblut gespritzt bekommen hatten, um die Heilung zu beschleunigen. Trap hatte damals ziemlich gestaunt, wie schnell die wieder fit wurden. Bis zum nächsten Riss... Die traten in meinen Erinnerungen damals vermehrt auf. Der Körper nimmt sich halt seine Auszeiten.
Geschrieben von panni am 10.10.2008 um 09:51:
Ich habe noch mal über die Proben von den OS nachgedacht. Ich frage mich warum alle knapp 5.000 Proben nach Lausanne geschickt werden sollen, wenn doch nur ca. 1.000 davon Blutproben sind. Gestern im TV äuußerten sich sowohl Vesper als auch Theves dahingehend, dass vorwiegend nach CERA aber auch nach anderen Substanzen geprüft werden solle. Im Urin lässt sich CERA nicht in jedem Fall zweifelsfrei nachweisen und außerdem sollen die Urinproben angeblich bereits in Peking darauf untersucht worden sein. Will man tatsächlich alle diese ca. 4.000 Proben öffnen um nochmals auf CERA zu kontrollieren? Oder hat man in Lausanne eine Überraschung parat und ein ganz neues und sicheres Verfahren für eine bisher nicht oder nur schwer nachweisbare Substanz entwickelt?

Oder will das IOC mit diesen Massentests nur Augenwischerei betreiben?
Geschrieben von Raymond am 10.10.2008 um 10:32:
...
| Zitat: |
Original von panni
Ich habe noch mal über die Proben von den OS nachgedacht. Ich frage mich warum alle knapp 5.000 Proben nach Lausanne geschickt werden sollen, wenn doch nur ca. 1.000 davon Blutproben sind. Gestern im TV äuußerten sich sowohl Vesper als auch Theves dahingehend, dass vorwiegend nach CERA aber auch nach anderen Substanzen geprüft werden solle. Im Urin lässt sich CERA nicht in jedem Fall zweifelsfrei nachweisen und außerdem sollen die Urinproben angeblich bereits in Peking darauf untersucht worden sein. Will man tatsächlich alle diese ca. 4.000 Proben öffnen um nochmals auf CERA zu kontrollieren? Oder hat man in Lausanne eine Überraschung parat und ein ganz neues und sicheres Verfahren für eine bisher nicht oder nur schwer nachweisbare Substanz entwickelt?
Oder will das IOC mit diesen Massentests nur Augenwischerei betreiben?
|
Logisch das es ein PR Stunt ist, wer da noch Cera verwendet hat, gehoert wegen Dummheit gesperrt, nicht wegen des Doping Vergehens.
Ausserdem räumt man die Proben damit aus dem Weg, ist doch prima falls mal ein anderer neuer Test rauskommt. Interessanter wäre sicherlich Cera bei OS 2004 (falls da schon gebräuchlich) Oder andere Sportevents vor der TOUR.... Auch der Giro, aber nicht nur....
Geschrieben von Bugno am 10.10.2008 um 10:52:
Re: ...
Dummheit steht aber nicht auf der Liste der verbotenen Substanzen oder Methoden!
Außerdem bezweifel ich, dass Dummheit einen Wettbewerbsvorteil darstellt!
Geschrieben von panni am 10.10.2008 um 12:32:
Re: ...
| Zitat: |
Original von Raymond
Ausserdem räumt man die Proben damit aus dem Weg, ist doch prima falls mal ein anderer neuer Test rauskommt. |
Angeblich sollen die Proben bei den vorgesehenen Analysen nicht vollständig aufgebraucht und für spätere Nachkontrollen aufbewahrt werden.
Geschrieben von teufelsberg am 10.10.2008 um 13:58:
RE: Viera
| Zitat: |
Original von conconi
| Zitat: |
Original von denkbär
Die Italiener werden doch ihr kloreiches Antidopinggesetz mit Handschellen und Haftstrafen nicht gegen die eigene italienische Radsportelite einsetzen. Nein nein, da macht man lieber Hausdurchsuchungen bei österreichischen Skiläufern und luxemburger Konkurenten. Das hilft eher zum Schutz der nationalen Sicherheit. |
Yeah, ich hatte auch immer das Gefühl dass die Pantani, Garzelli, Frigo, Basso, Scarponi, DiLuca, Petacchi, ... mit Samthandschuhen angefasst haben. Spanische Verhältnisse, ganz sicher. |
wenn ich recht erinnere, hat unsere Italien-Insiderin Cyclist von gegenläufigen Kräften in der italienischen Dopingbekämpfung berichtet.
von spanischem bis, ähm, strengem Vorgehen .
Geschrieben von ogkempf am 10.10.2008 um 16:20:
Re: ...
| Zitat: |
Original von Bugno
Außerdem bezweifel ich, dass Dummheit einen Wettbewerbsvorteil darstellt!
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Da war mein Sportprof in Goettingen anderer Meinung. Dummheit gaebe laut ihm einen Wettbewerbsvorteil, da man in entscheidenden Augenblicken nicht so viel nachdenke. Ausserdem neigten dumme Menschen oft zur Selbstueberschaetzung, was ihnen die Angst/den Respekt vor dem Gegner naehme.
Geschrieben von Rino Albergo am 10.10.2008 um 16:27:
Re: ...
| Zitat: |
Original von ogkempf
| Zitat: |
Original von Bugno
Außerdem bezweifel ich, dass Dummheit einen Wettbewerbsvorteil darstellt!
|
Da war mein Sportprof in Goettingen anderer Meinung. Dummheit gaebe laut ihm einen Wettbewerbsvorteil, da man in entscheidenden Augenblicken nicht so viel nachdenke. Ausserdem neigten dumme Menschen oft zur Selbstueberschaetzung, was ihnen die Angst/den Respekt vor dem Gegner naehme. |
und in der körperlichen liebe haben dumme auch einen wettbewerbsvorteil ...
Geschrieben von Michelin-Männchen am 10.10.2008 um 16:29:
Re: ...
Es gab mal eine Untersuchung zur Überlebenswahrscheinlichkeit in den Schützengräben des ersten Weltkrieges mit dem Ergebnis, dass diese negativ korreliert mit dem Intelligenzquotienten des einzelnen Soldaten war.
Geschrieben von arno¹ am 10.10.2008 um 21:37:

Habe ich irgendwas verpasst. Ende der Woche sollte es doch Neues zu den möglichen anderen CERA-Fällen bei der Tour geben, oder?
Geschrieben von arno¹ am 10.10.2008 um 23:08:
http://www.radsport-news.com/sport/sportnews_53085.htm
Das war ne alte Meldung .... die sitzen jetzt wahrscheinlich noch irgendwo und versuchen bei nem Pastis die Tour zu retten.
Noch n Deutscher soll laut Gerüchten betroffen sein. Warten wirs ab.
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