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Geschrieben von DjHans am 30.10.2006 um 18:04:
Habe ich in einem oder sogar mehreren Zeitungsartikel gelesen. Saltin habe keinerlei Auffälligkeiten bei Sachenbacher festgestellt, er sei aber mit der Zusammenarbeit der Deutschen sehr zufrieden gewesen. Nur auf Dr Ernst Jakob sei er nicht gut zu sprechen.
Geschrieben von Flahute am 30.10.2006 um 18:13:
| Zitat: |
Original von Donishäusle
aber aus zwei übertretenen Grenzwerten einen Verdacht konstruieren ist schlicht nicht haltbar. |
Es ist ja v.a. das entsprechende
Datum der beiden Grenzwertüberschreitungen, nämlich jeweils kurz vor Olympischen Wettkämpfen, das mich einen Verdacht bekommen ließ...
Ansonsten halte ich Deine Argumentation hinsichtlich der verschiedenen Höhenlagen allerdings für schlüssig.
Geschrieben von DjHans am 30.10.2006 um 19:48:
| Zitat: |
Original von Flahute
| Zitat: |
Original von Donishäusle
aber aus zwei übertretenen Grenzwerten einen Verdacht konstruieren ist schlicht nicht haltbar. |
Es ist ja v.a. das entsprechende Datum der beiden Grenzwertüberschreitungen, nämlich jeweils kurz vor Olympischen Wettkämpfen, das mich einen Verdacht bekommen ließ...
Ansonsten halte ich Deine Argumentation hinsichtlich der verschiedenen Höhenlagen allerdings für schlüssig. |
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Geschrieben von jonas am 30.10.2006 um 23:18:
Und das Unnötigste an der ganzen Sache war die Reaktion von Behle und Co, denn das war alles andere als sportlich.
Geschrieben von DjHans am 30.10.2006 um 23:29:
Nun ok, wenn ich unschuldig bin, dann würde ich auch versuchen meinen Ruf in der Öffentlichkeit zu wahren. Nur würde ich dann nicht auch einfach sachen erzählen, die einfach nicht stimmen, wenn ich da so an den "ach so sauberen" Dr.Ernst Jakob denke, der zufälligerweise auch was mit Gerolsteiner zu tun hat...
Ich weiß nicht ob ich das richtg einschätze, aber ich würde sogar sagen, dass das ganze was die breite Medienöffentlichkeit angeheht gelungen ist und Otto Normal Bürger sie für die arme Evi, die willkürlich nicht starten durfte halten.
Die Regeln gibt es eben und daran muss man sich halten und zwar alle, auch die 12 anderen, die es erwischt hat.
Geschrieben von jonas am 30.10.2006 um 23:45:
Die Wahrnehmung im Ausland wird eine andere gewesen sein, ich kann mich an einige bissige Kommentare in Schweizer Zeitungen in Richtung Behle erinnern.
Die Art und Weise war schlicht nicht in Ordnung, vor allem, da man ja jetzt weiss, dass einige Sachen schlicht falsch waren.
Geschrieben von Sense am 31.10.2006 um 00:25:
RE: allgemeiner doping-diskussions-thread
Wie Dumm ist Deutschland??
Das Doping den Radsport regiert ist ja wohl keine frage! Wenn man sich mal überlegt wie ein Körper 3 Wochen eine schwere Landes Rundfahrt aushalten soll, das geht eigtl. nicht!
Aber das is ja egal. Wenn jetzt alle wieder frei gesprochen werden bis auf Ullrich dann macht Deutschland sich wieder zur lach nummer. Denn Basso und Konsorten fahren wieder Tour und Ulle sitz vorm TV. Das sie was genommen haben ist keine Frage, wenn man ihnen es nicht nach weißen dann soll man sie fahren lassen denn es ist ihr leben. Alle fahren bis auf Ullrich denn der BDR will unbedingt ein Doping gesetzt einführen was es noch nicht gibt damit Deutschlands Tour hoffnung zuhause sitzt und die ander voll gespritzten fahren alle. Das Thema Doping wird sehr schwer sein aus dem Radsport auszuschließen. Dann sollte man die Rundfahrten vielleicht einfacher machen, dadurch werden sie auch noch spannender. Aber das soll man ja den "Chefs" überlassen.
Geschrieben von Donishäusle am 31.10.2006 um 14:59:
| Zitat: |
Original von jonas
Die Art und Weise war schlicht nicht in Ordnung, vor allem, da man ja jetzt weiss, dass einige Sachen schlicht falsch waren. |
Welche meinst Du jetzt konkret?
Geschrieben von jonas am 31.10.2006 um 17:03:
Es wurde ja behauptet, dass Sachenbacher ständig über dem Grenzwert liegen würde (zumindest kam das so rüber) und dem ist anscheinend nicht so.
Geschrieben von ThunderBlaze am 31.10.2006 um 18:24:
| Zitat: |
"Wohl zuviel Fernsehen geschaut?"
Bettini gegen DNA-Test
(Ra) - Seit Monaten bestimmt der spanische Blutdopingskandal die Meldungen über den Radsport. Straf- und sportrechtlich gesehen scheint die ganze Affäre allerdings im Sande zu verlaufen. Immerhin scheinen die Teams mit verschärften Dopingbestimmungen die Konsequenzen aus der Operation Puerto ziehen zu wollen. Mit ihrem Vorhaben stoßen sie aber nicht bei allen Fahrern auf Zustimmung... |
Weiter auf:
http://www.radsport-aktiv.de/sport/sportnews_41102.htm
Geschrieben von Donishäusle am 31.10.2006 um 22:39:
| Zitat: |
Original von jonas
Es wurde ja behauptet, dass Sachenbacher ständig über dem Grenzwert liegen würde (zumindest kam das so rüber) und dem ist anscheinend nicht so. |
Da die Gute noch gelegentlich Rennen gefahren ist, konnte man das schwerlich behaupten. Es wurde allerdings behauptet, dass sie den Grenzwert nur schwer halten kann (ohne zu dopen), wenn sie Höhentrainigslager wie andere Langläufer auch bestreitet, weil sie eben einen hochnormalen Wert habe und stark auf die Trainingslager anspricht.
Wenn man nicht daran geglaubt hätte, das sich das bestätigen könnte, hätte man wohl kaum die freiwillige Belastungsstudie unternommen. Bei Filbrich hat es sich bestätigt, Göhring sowieso, Sachenbacher zumindest nicht so ausgeprägt, dass es eine Ausnahmegenehmigung rechtfertigen würde. Jetzt muss sie halt speziell darauf achten wo, und wie lange sie in der Höhe trainiert.
Ich bin noch gespannt auf den Bericht, vielleicht werden die Messwerte ja sogar veröffentlicht
Wie gesagt, die Art und Weise wie Behle und Jakob das in der Öffentlichkeit gehandelt haben, war eine Katastrophe. Letztlich war es ein Betreuungsfehler Jakobs von dem er wahrscheinlich ablenken wollte.
btw: Hab ich schon erwähnt das meine Freundin mal nach einer Wo. Engadin einen Wert von 17,1 g/l hb hatte (sonst um 15)....Damit hätte sie noch nicht mal bei den Männern laufen dürfen.
Geschrieben von teufelsberg am 31.10.2006 um 23:59:
| Zitat: |
Original von Donishäusle
btw: Hab ich schon erwähnt das meine Freundin mal nach einer Wo. Engadin einen Wert von 17,1 g/l hb hatte (sonst um 15)....Damit hätte sie noch nicht mal bei den Männern laufen dürfen. |
ganz schön schwer, diese vorlage nicht zu nutzen, herr doktor.
Geschrieben von kuestentanne am 02.11.2006 um 17:30:
http://www.abendblatt.de/daten/2006/10/30/631881.html
Hab ich schon vor Jahren was drüber gelesen. Ursprünglich kommt diese Bodybuilder-Bewegung aus der Schweiz, glaub ich.
Ob´s wirklich die Lösung ist, sei mal dahingestellt. Wenn man genug Talent zur Autosuggestion hat, kommt man auch unbeschadet durch nen Lügendetektor ...
Ich kann mir z.B. vorstellen, dass Hamilton den Test locker besteht, der glaubt doch das, was er sagt ...
Geschrieben von teufelsberg am 02.11.2006 um 19:43:
also an den unsichtbaren zwilling zu glauben, wäre wirklich eine saubere leistung.
floydi mit seinem umtrunk hat es da doch leichter.
Geschrieben von Aubisque am 03.11.2006 um 18:10:
DNA-Tests
Ich fürchte, mit der Forderung nach DNA-Tests haben sich die Team-Chefs in eine Sackgasse begeben.
Der Nutzen dürfte eher gering sein, da ein DNA-Vergleich erst dann zum Einsatz kommt, wenn das nächste Doping-Netzwerk auffliegt und Blutbeutel o.ä. nicht zugeordnet werden können. In diesem Fall würden die Ermittlungen von staatlichen Stellen durchgeführt, die solche Abgleiche - wenn überhaupt - nur unter bestimmten Bedingungen durchführen dürfen. Ich bin deshalb nicht überzeugt, daß bei der Operacion Puerto ein solches Verfahren stattgefunden hätte, auch wenn Ullrich, Basso und Co. eine Probe abgegeben hätten.
Ich kann aus der Ferne nicht beurteilen, wie die Verbundenheit der Fahrer untereinander ist. Wenn zur Operacion Puerto erstmalig DNA-Proben abgegeben worden wären, hätte man Präzedenzfälle geschaffen, die die Position der Fahrergesamtheit für die Zukunft erheblich geschwächt hätte. Das wäre einem Dammbruch gleichgekommen. Mit Verweis auf diesen Fall hätte man demnnächst weitere derartige Untersuchungen ohne größeren Widerstand durchsetzen können.
DNA-Tests sind durchaus ein erheblicher Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, wie er in anderen Berufsgruppen nicht üblich ist. Und wenn ich die Äußerungen von Bettini, Valverde und Pozzato richtig deute, wäre es besser gewesen, wenn sich die Team-Chefs zu diesen schwerwiegenden Änderungen mit der Fahrergewerkschaft zusammengesetzt hätten.
Für die Bekämpfung von Doping gibt es sowieso geeignetere Mittel, wie Blutvolumen-Test. u.s.w.
Btw: Nach unbestätigten Berichten liegt von Jan Ullrich eine Speichelprobe vor, die er nach seiner Hausdurchsuchung bei der Schweizer Polizei abgegeben hat. Insofern dürfte er persönlich einer weiteren Abgabe gelassen entgegensehen - sofern der erste Abgleich keine Übereinstimmung zeigte.
Geschrieben von skoog am 06.11.2006 um 12:15:
Erster DNA-Test im Vertrag
Ruslan Ivanov heißt nach einer Meldung der Website tuttocicweb der erste Profi, der einen Vertrag mit entsprechender Klausel unterzeichnet hat. Das italienische, in der Szene nicht sonderlich gelittene Continental-Team Amore & Vita, das den Russen verpflichtete, setzt damit die unter Fahrern höchst umstrittene Antidopingmaßnahme in die Tat um. Mit Beginn des kommenden Jahres soll sich jeder neu verpflichtete Fahrer bei Vertragsunterzeichnung einem DNA-Test unterziehen.
Quelle:
http://www.radsport-aktiv.de/sport/sportnews_41139.htm
edit: Der Inhalt passt doch viel eher hier hin, nicht?
zabelfan
Geschrieben von Windkante am 06.11.2006 um 20:35:
RE: DNA-Tests
| Zitat: |
Original von Aubisque
...DNA-Tests sind durchaus ein erheblicher Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, wie er in anderen Berufsgruppen nicht üblich ist. Und wenn ich die Äußerungen von Bettini, Valverde und Pozzato richtig deute, wäre es besser gewesen, wenn sich die Team-Chefs zu diesen schwerwiegenden Änderungen mit der Fahrergewerkschaft zusammengesetzt hätten. .. |
mal abgesehen von Bettini - ist doch auffällig, wer sich dagegen ausspricht: Valv (piti) und ein Fahrer, der sich, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, äußerst unrühmlich bei der Lance- Mobbingaktion gegen Simeoni hervorgetan hat.
Geschrieben von Flahute am 06.11.2006 um 20:52:
RE: DNA-Tests
| Zitat: |
Original von Windkante
ist doch auffällig, wer sich dagegen ausspricht |
Nun ja, es besteht immerhin ein kleiner Unterschied, ob man vor Vertragsunterzeichnung
per se einen DNA-Test machen muss, oder ob es sich um eine besondere Situation mit eindeutigen Verdächtigungen handelt, welche durch solch einen Abgleich am schnellsten aus der Welt zu räumen wären...
Geschrieben von TourOnline am 07.11.2006 um 08:21:
RE: DNA-Tests
| Zitat: |
Original von Aubisque
Ich fürchte, mit der Forderung nach DNA-Tests haben sich die Team-Chefs in eine Sackgasse begeben.
Der Nutzen dürfte eher gering sein, da ein DNA-Vergleich erst dann zum Einsatz kommt, wenn das nächste Doping-Netzwerk auffliegt und Blutbeutel o.ä. nicht zugeordnet werden können. In diesem Fall würden die Ermittlungen von staatlichen Stellen durchgeführt, die solche Abgleiche - wenn überhaupt - nur unter bestimmten Bedingungen durchführen dürfen. Ich bin deshalb nicht überzeugt, daß bei der Operacion Puerto ein solches Verfahren stattgefunden hätte, auch wenn Ullrich, Basso und Co. eine Probe abgegeben hätten. |
Das wage ich zu bezweifeln. Ich denke schon, dass die Proben Nutzen haben, vor allem in der Abschreckung. Das so ein Netzwerk wie das von Fuentes auffliegen könnte, hat sich wahrscheinlich keiner gedacht, ist aber passiert. Und sowas kann auch immer mal passieren und wenn es dann passiert und Fahrer X hat sich dort versorgt, ist er theoretisch überführt (in der Praxis kommen dann noch die Verhandlungen und so, aber das ist jetzt unwichtig

).. Ich denke, dass sich so schon einige denken könnten, dass sie das lieber lassen, die DNA-Proben nehmen den Dopern eine gewisse Sicherheit..
Eine Frage im Anschluss: Haben sich auch alle Continental-Teams zu den Proben verpflichtet? Dachte, das wären nur die PT-Teams gewesen..
Geschrieben von MrsFlax am 13.11.2006 um 13:44:
es gibt ihn noch: den "guten" frauenarzt
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/127563/
offensichtlich auch einsetzbar zum nachweis verbotener stoffe in der tiermast. damit wären dann auch diejenigen abgedeckt, die ihre dopingpräparate immer noch vom veterinär ihres vertrauens beziehen
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