Outside Pro Tour
Gerolsteiner feierte neben der PT einige weitere herausragende Ergebnisse und Erfolge. Schon recht früh im Jahr begann die Sammlung an Pokalen. Dabei fiel auf, dass die vielen hervorragenden Resultate von mehreren verschiedenen Fahrern erzielt wurden.
Der erste, der sich in die Siegerliste eintrug war Kopp. Er gewann die Trofeo Calvia (1.1). Dieser Sieg war gleichbedeutend mit dem ersten Saisonsieg eines Deutschen 2006. Nebenbei strich die Equipe auf Mallorca noch weitere Podiumsplätze ein. Förster wurde Zweiter bei der Trofeo Alcudia (1.1) und Haussler Dritter bei der Trofeo Mallorca (1.1).
Das spanische Hoheitsgebiet erwies sich in Bezug auf Erfolge bei Eintagesrennen für Gerolsteiner in den ersten Monaten des Jahres als besonders ergiebig. Beim GP Miguel Indurain (1.1) erlaubten sich Wegmann und Moletta einen Aprilscherz der besonderen Art, als sie die Plätze eins (Wegmann) und zwei unter sich ausmachten.
Rebellin musste lange auf einen eigenen Sieg warten. Es war der 20. Juli, als er die Auftaktetappe der Brixia-Tour (2.1) gewann. An einem Anstieg verließ er seine Gegner und kam alleine ins Ziel. Er hoffte zu dem Zeitpunkt noch, dass dieser Sieg nicht der einzige im Jahr 2006 bleiben sollte. Schließlich siegte er im Vorjahr auch nur einmal – bei einer Etappe der Brixia-Tour. Schon vier Tage später addierte sich ein zweiter Triumph dazu. Er holte sich die Meriten des Gesamtsieges bei dieser Tour.
Im Herbst, quasi als Vorbereitung zur Lombardei-Rundfahrt, startete er beim Giro dell´Emilia (1.HC). Seinen Aufwärtstrend nach dem dritten Rang in Zürich konnte er fortsetzen, als er diesen Klassiker zu seinen Gunsten entschied. Ferner erreichte er noch den zweiten Platz beim GP Chiasso (1.1).
Der erste Rundfahrtsieg ging auf das Konto von Schumacher. Er konnte ihn bei der Circuit de la Sarthe (2.1) feiern, bei der er die nötige Fortune hatte, mit einem Vorsprung von 32 Hundertstel vor Gonchar zu gewinnen. Im Rahmen dieser Rundfahrt hatte er den zweiten Platz bei der vierten Etappe erreicht. Bei der STER Elektrotour (2.1) konnte er seinen Titel nicht verteidigen. Lediglich einen zweiten Etappenplatz realisierte er.
Das Zeitfahren der Sachsen-Tour (2.1) beendete er wieder als Sieger. Dieser Erfolg deutete zudem an, dass teamintern in dieser Disziplin die Wachablösung mehr als nur bevorstand. Schumacher ließ den Altmeister Rich hinter sich, der aber immerhin Dritter an diesem Tag wurde.
Bei den Rundfahrten zeichnete sich das Gerolsteiner-Team meist durch gute Tagesergebnisse denn durch vordere Gesamtplatzierungen aus. Dieses ist vorwiegend auf eine recht hohe Endgeschwindigkeit im Finish einzelner Fahrer zurückzuführen.
Zu dieser Garde zählt sicherlich Haussler. Er bezwang sowohl bei der ersten als auch bei der letzten Etappe der Vuelta A Murcia (2.1) einige Sprinter der zweiten Garde. Der Haussprinter des Teams ist jedoch Förster. Er gewann eine Etappe beim Circuit de la Sarthe und erreichte dort noch einen dritten Tagesrang. Ebenso gelang ihm einen Tagessieg bei der STER Electro Tour, als er im Finish den letzten Abschnitt gewann. Außerdem fuhr er einen zweiten Etappenplatz der Algarve-Rundfahrt (2.1) ein. Sein Teamkollege M. Zberg belegte bei der Volta ao Algarve gleich zwei Mal dritte Etappenplätze.
Haussler musste sich danach vom Pfeifferschen Drüsenfieber lange erholen. Erst spät griff er wieder ins Renngeschehen ein, weil diese Erkrankung ihn an der Fortsetzung seiner persönlichen Bilanz hinderte. Die zweite Etappe der Circuit Franco-Belge (2.1) beendete er als Tagessieger nach einem Massensprint. Bei der vierten Etappe setzte er sich aus einer Ausreißergruppe ab und gewann einen zweiten Abschnitt der letzten Rundfahrt des Jahres.
Leipheimer erreichte früh in der Saison den Prologsieg bei der Tour of California (2.1). Zusätzlich belegte Wegmann im Rahmen dieser Rundfahrt einen zweiten Etappenplatz. Im Rahmen dieser Rundfahrt fand obendrein ein Zeitfahren statt. In seiner Spezialdisziplin startete Routinier Rich, der sich mit dem dritten Platz an dem Tag begnügen musste.
Den dritten Rang erreichte Gerolsteiner beim Mannschaftszeitfahren der Settimana Internazionale Coppi e Bartali (2.1). Zu jener Delegation zählten: Haussler, B. Zberg, T. Fothen, Totschnig, Russ, Rich, Leipheimer sowie Montgomery.
In Deutschland war das Rennen „Rund um Köln“ (1.1) natürlich von besonderer Bedeutung. Kopp war Titelverteidiger und versuchte erneut, die Nase in der Domstadt vorne zu haben. Im Finish aber erwies sich Knees als glücklicher, weshalb Kopp nur der zweite Platz blieb.
Bei der Niedersachsen-Rundfahrt (2.1) konnten sowohl Wrolich als auch Förster je eine Etappe als Dritter beenden. Zur Garde der Drittplatzierten bei Rundfahrten in Deutschland gesellte sich Haselbacher nach der ersten Etappe in Rheinland-Pfalz (2.1). Bei der zweiten Etappe schloss er sich kurz vor dem Zielort einer Fluchtgruppe an und konnte aus dieser heraus gewinnen. Am nächsten Tag tat es ihm Haussler gleich und siegte ebenfalls. Erfolge bei dieser Rundfahrt hatten für die Mineralwassermannschaft eine besondere Wichtigkeit, da der Hauptfirmensitz des Sponsors sich in Rheinland-Pfalz befindet. Nicht nur deshalb stimmte der Gesamtsieg von Haselbacher bei dieser Rundfahrt sowohl Aktive als auch Verantwortliche besonders froh.
Haselbacher begann die Bayern-Rundfahrt (2.HC) mit dem zweiten Etappenrang. Gegen Zabel konnte er sich nicht durchsetzen. Aber es gab dennoch einen Tageserfolg für das Team zu feiern. B. Zberg gewann das Einzelzeitfahren. Dieses Resultat reichte aber nicht für den Gesamtsieg aus, der Eidgenosse landete auf dem zweiten Rang. Zweiter bei der Abschlussetappe wurde Wrolich.
B. Zberg jubelte beim heimischen GP Kanton Aargau-Gippingen (1.HC) über den Sieg. Er setzte sich bei dem schweren Rennen gegen starke Konkurrenz (Nuyens und Rast) durch. Bei dieser Veranstaltung profitierte er besonders von der Vorarbeit von Rich.
Seine Saisonsiege Vier und Fünf fuhr Förster bei der Post Danmark Rundt (2.HC) ein. Er jubelte bei der der dritten und sechsten Etappe jeweils nach Massenankünften. Dass in Dänemark eher die endschnellen Akteure denn die Bergziegen gefragt sind, dürfte auch dem topografisch unkundigsten Fan klar sein. So verwundert es nicht, dass Haselbacher noch einen zweiten Etappenrang schaffte.
Beim selten ausgetragenen Duo Zeitfahren ist Gerolsteiner seit vielen Jahren in der Lage, recht starke Duette aufzustellen. In der Vergangenheit brillierten Rich/Peschel. Der Luk Cup (1.1) ging an das Duo M. Fothen/Lang, die die Konkurrenz deutlich distanzierten.
Russ ist im zweiten Jahr Profi bei Gerolsteiner. Bis zur Rothaus Regio Tour (2.1) war seine Ergebnislage spärlich. Das änderte sich nach der zweiten Etappe, als er das Rennen für sich entschied und niemand anderen als Andreas Klöden auf den zweiten Platz verwies. Dieser revanchierte sich allerdings gemeinsam mit Rogers und verwies Russ bei der dritten Etappe auf den dritten Platz. Russ belegte letztlich den vierten Gesamtrang. Seine Teamgefährten M. Fothen und Hiekmann setzen dafür noch Akzente. Fothen belegte den zweiten Rang im Zeitfahren, während „Hieke“ als Solist die Abschlussetappe gewann.
Bei der Drei-Länder-Tour (2.1), der ehemaligen Hessen-Rundfahrt, zählte Lang bei der ersten Etappe zu einem Ausreißertrio, das sich weit vom Verfolgerfeld absetzte. Ihm blieb letztlich der dritte Platz. Sein Stallgefährte Totschnig machte es bei der zweiten Etappe nicht besser, auch er wurde Dritter. Das Einzelzeitfahren hingegen gewann Lang recht deutlich und übernahm gleichzeitig die Gesamtführung, die er bis zum Schluss der Rundfahrt erfolgreich verteidigte.
Nationale Meisterschaften und Weltmeisterschaften
Dass Lang ein guter Zeitfahrer ist, darf für keinen Fan eine Neuigkeit sein. Wie gut er aber ist, zeigte sich bei der Deutschen Meisterschaft. Erstmals war er bei den Titelkämpfen schneller als der dreimalige Titelträger Rich. Damit vollzog sich die Wachablösung im Team endgültig, die ihren Anfang bereits bei den Weltmeisterschaften in Madrid 2005 genommen hatte. Dafür zeigte sich ein vertrautes Bild im Straßenrennen. Stets muss man der nationalen Konkurrenz den Vortritt lassen, das sollte 2006 nicht anders sein, wo man überdies auch noch chancenlos war und auch keinen Platz auf dem Treppchen erfuhr.
Bei den Meisterschaften in der Schweiz hingegen hielt sich Strauss alle Chancen fast bis Ziel offen. Er strebte nur mit Rast dem Zielort entgegen, hatte aber in Schlusssprint keine Chance und wurde Zweiter.
Letzte Schlagzeilen als Mitglied von Gerolsteiner produzierte Leipheimer bei den amerikanischen Straßenmeisterschaften, die üblicherweise später als in Europa ausgetragen werden. Leipheimer belegte den zweiten Rang. Allerdings stellte er sich bei den Meisterschaften in den Dienst seines künftigen Teamkameraden Hincapie, um diesen den Titelgewinn zu ermöglichen.
Lang wollte bei der WM um eine Medaille kämpfen. Er verfehlte das angestrebte Ziel um 19 Sekunden, die er hinter Alexander Vinokourov lag, und wurde Fünfter. So gesehen konnte er noch nicht ganz die Gerolsteiner-Urgesteine Rich oder Uwe Peschel im Trikot der Nationalmannschaft beim Zeitfahren gleichwertig ersetzen, die häufiger auf dem Treppchen dieser Spezialdisziplin standen.
Zwischen die Speichen gesehen…
In Deutschland jagte man bisher der Vormachtsstellung von T-Mobile hinterher. Das könnte sich nach der abgelaufenen Saison geändert haben. Diese Einschätzung gilt sowohl aus sportlicher Sicht als auch in der Gunst der neutralen Zuschauer und Fans.
In der PT Teamwertung belegt nach Ablauf der Saison Gerolsteiner den sechsten Rang, während die Konkurrenz aus Bonn zwei Plätze dahinter rangiert. Besonders deutlich zu erkennen ist, dass die Truppe aus der Eifel bei Klassikern eine gewichtige Rolle spielte. Dort konnte man den vierten Rang der Teamwertung erreichen (T-Mobile kommt auf Platz 12). Bei den Rundfahrten hingegen zahlten die Akteure von Gerolsteiner Lehrgeld als 14., während T-Mobile Achter wurde. Diese Schlussfolgerung erstaunt, da Schumacher und Leipheimer drei Rundfahrten gewannen, aber besonders bei den GTs war man der Konkurrenz aus dem eigenen Land unterlegen.
Wenn man den Aussagewert der PT-Teamwertung in Zweifel zieht – für diese Haltung gibt es gute Gründe -, dann bleibt der Blick auf die gesammelten unkte der Fahrer in der Einzelwertung. Hier dominierten die Fahrer von T-Mobile, die 464 Zähler sammelten, während Gerolsteiner 18 weniger erreichte. Dort hätte man in einer entsprechenden Wertung den neunten Rang erreicht.
Wiederum ein anderes Bild ergibt sich, wenn man die Anzahl der PT Siege vergleicht, denn 14 Erfolgen stehen nur sechs Siegen der Magenta-Truppe gegenüber. Ohne Landesmeisterschaft erreichten die Gerolsteiner-Akteure 40 Saisonsiege, dem stehen deutlich weniger – nämlich 18 Siege im Jahr. Wer ist jetzt wirklich besser? Man kann sich darauf verständigen, dass das Team aus der Eifel ein Übergewicht hat.
Im Vergleich zu den anderen PT-Team fällt auch auf, dass man sich mit sechs gewonnen Rundfahrten schon deutlich von anderen Mannschaften unterscheidet. Lediglich CSC holte noch mehr Siege in den Gesamtklassements. Branchenführer bei den Eintagesrennen ist Quick Step mit 12 Triumphen, aber in diesem Segment braucht man sich mit fünf Erfolgen auch nicht zu verstecken.
Der erfolgreichste Fahrer war Schumacher. Er sorgte für neun Siege, von denen alleine drei auf erste Plätze bei Rundfahrten entfielen. Zudem schaffte er sieben seiner Siege in der PT. Folglich ist er auch der erste von 13 Gerolsteiner-Fahrern in der PT-Wertung auf Rang 10. Leipheimer wurde 15. Der Star der Mannschaft, Rebellin, folgt auf Rang 36, während sich Wegmann dank eines guten Herbstes auf den 60. Platz kämpfte. Auf dem 77. Platz findet man Kopp.
Jenseits der ersten hundert Fahrer belegt Förster den 105. Rang, während Fothen auf dem 122. Platz steht. Der Skandinavier Hoj schob sich auf den 138. Rang und liegt damit vor Lang (149.). Scholz und M. Zberg belegen gemeinsam den 175. Platz und Haselbacher wurde 186. Das interne Schlusslicht bildete Wrolich als 204.
Top Acht
Schumacher – Leipheimer – Wegmann – Kopp – Rebellin – Lang – Förster – M. Fothen
1. Schumacher: Die Neuerwerbung steigerte sich erneut. Zwei Etappensiege beim Giro geben darüber Zeugnis ab. Danach entschied er die Benelux Tour und die Polen-Tour noch für sich. Zudem zeigte er sich beim Fleche Wallone. Auch der Gesamtsieg bei der Sarthe-Rundfahrt ist aller Ehren wert.
2. Leipheimer: Der Amerikaner gelang ein überzeugender Sieg bei der Dauphine Libéré und beinahe die Titelverteidigung bei der Deutschland-Tour. Nicht so erfolgreich war er bei der Tour de France.
3. Wegmann: Der erhoffte große Durchbruch gelang dem Deutschen zum Ende der Saison, als er Dritter in der Lombardei wurde. Ein Etappenerfolg bei der Dauphine kann sich sehen lassen und auch der Sieg beim GP Miguel Indurain muss hervorgehoben werden.
4. Kopp: Auch seine Verpflichtung war ein Gewinn für das Team. Zunächst erreichte er bei Gent-Wevelgem den zweiten Rang und sorgte später für einen Etappenerfolg bei der ENECO Benelux Tour.
5. Rebellin: Der Kapitän blieb hinter den Erwartungen. Bei den Ardennen-Klassiker war er krank, aber auch ansonsten vermochte er nicht an die Leistungen der Vergangenheit heranzureichen. Erst bei Zürich-Metzgete schob er den dritten Platz nach und in der Lombardei wurde er Fünfter. Insgesamt drei Siege gelangen 2006.
6. Lang: Dieses Jahr zeigte er seine weiter verbesserten Qualitäten im Zeitfahren. So sammelte er einige PT-Punkte. Zudem eignete er sich das Bergtrikot der Deutschland-Tour an. Aber auch sein Gesamtsieg bei der Drei-Länder-Tour kann sich sehen lassen.
7. Förster: Sein Sieg bei der letzten Etappe des Giros entschädigte für manche Enttäuschung. Gegenüber der Sprintkonkurrenz hat er offensichtlich eher an Boden verloren, wenn man die gesamte Saison betrachtet.
Aber ein Boonen oder Petacchi wird aus ihm eh nicht mehr werden. Daran änderte auch sein Etappensieg bei der Vuelta nichts
, aber er hat immerhin sechs z.T. recht bedeutsame Rennen gewonnen.
8. M. Fothen: Sein Debut bei der Tour de France beendete er als 14. Leider fuhr er knapp am Weißen Trikot vorbei.
Keine Aufnahme fanden
• Totschnig: Der Österreicher konnte bei keiner Rundfahrt in die Punkteränge der PT fahren. Auch Etappensiege gab es nicht zu vermelden.
• Haussler: Durch eine Krankheit geschwächt konnte er seine Leistungen nicht wie erhofft abrufen.
• Hoj: Der Däne erfüllte wieder nicht die in ihn gesetzten Hoffnungen bei den Kopfsteinklassikern. Sein siebter Platz bei Paris-Tours entschädigt nur wenig für viele Enttäuschungen.
Ausblick
Einige verdiente Fahrer - mit Erfolgen vorrangig in der Vergangenheit – stellen ihr Fahrrad nach der Saison an die Wand. Rich und Totschnig ziehen sich so gesehen auf das Altenteil zurück, während Montgomery wohl die Konsequenzen aus den nicht so besonders erfolgreichen letzten Jahren zog und ebenfalls die Karriere beendete. Zudem verlässt Hoj den Rennstall, ohne wirkliche Akzente gesetzt zu haben. Der Abgang von Leipheimer hingegen muss als Substanzverlust angesehen werden, da er in der Blüte seiner Schaffenskraft steht. Der Ami wird versuchen, den Sprung aufs Podium, der ihm 2006 versagt geblieben ist, bei Discovery Channel nachzuholen. Auch Haselbacher ging, wohl auch, weil er in den letzten Jahren von einigen jüngeren Fahrern in der Entwicklung überholt wurde und ins zweite Glied rutschte.
Im Gegenzug wurden recht junge Akteure verpflichtet, die – optimistisch betrachtet – eine große Karriere erst noch vor sich haben. Lediglich Bernhard Kohl kann trotz Juvenilität bereits auf beachtliche Ergebnisse verweisen. Der Österreicher ist mit Blick auf die Rundfahrten verpflichtet worden. Dort könnte ihm Oliver Zaugg helfen, der von Saunier Duval kam.
Vom Professional Team Wiesenhof kamen Carlo Westphal und Tim Klinger. Sie stehen zunächst auf dem Prüfstein, große Meriten wird man von ihnen noch nicht erwarten. Das gilt ebenso für Tom Stamsnijder. Der Niederländer kommt vom Espoirs Team von Rabobank. Zeit zur Eingewöhnung benötigen die Neos Johannes Fröhlinger und der Italiener Oscar Gatto.
Nach der Saison 2006 ist die Equipe sicherlich in der Lage, die wichtigsten Funktionen in einem PT-Rennstall veritabel zu bestücken. Zuletzt zeigte Wegmann, dass er die Alternative zu Rebellin ist, wenn die schweren Klassiker mit anspruchsvollem Wellenprofil anstehen. Für die Sprintklassiker müssen sich Kopp, Haussler und Förster in Form bringen. Diesbezüglich scheint das Team, das notfalls auch Schumacher hierfür einsetzen kann, noch Defizite zu haben. Das gilt auch für die Kopfsteinklassiker, wo die Position des Leaders immer noch verwaist ist und Kopp wohl die besten Aussichten hat, doch zu einer Option zu werden.
Vielleicht wurde es versäumt, für diese Rennen einen erfahrenen Athleten wie Wesemann zu verpflichten. Für die Rundfahrtenklassements stehen neben Kohl auch Schumacher und M. Fothen parat, um Verantwortung zu übernehmen. Allerdings könnte die Herangehensweise etwas zu optimistisch gewählt sein, diesbezüglich auf derart junge Fahrer zu setzen, die den Anforderungen bei den GTs gewachsen sein müssen. Eventuell hätte auch an dieser Position nachgebessert werden sollen, ein erfahrener Rundfahrer hätte Entlastung bedeuten können.
Aber das wird man erst nach 2007 genauer einschätzen können… ein frommer Wunsch wäre, dass die Erfolgsstory weiter geschrieben wird – und von Doping ist am besten gar nicht die Rede -
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o.T.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Steamboat: 15.02.2007 18:31.