Kopfsteinpflaster für Dummys |
28.02.2007 06:42
horgel
unregistriert
Dabei seit: 14.02.2006
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| RE: Kopfsteinpflaster für Dummys
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| Zitat: |
| Warum sind schwere Fahrer im Vorteil? Weil sie bessere Bodenhaftung haben oder weil sie einfach mehr Watt treten können? |
Beides. Mehr Watt ist immer gut
Und der mit mehr Watt einhergehende Gewichtsvorsprung ist hier, solange es flach bleibt nicht hinderlich sondern hält das Hinterrad länger auf dem Asphalt und ermöglicht es besser die Power auf die Strasse zu bringen.
Leichtere Fahrer springen mehr über die Hubbel und haben weniger Bodenkontakt.
Ausserdem ist ein robuster Körperbau beim Abfangen der Schläge eindeutig ein Vorteil.
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28.02.2007 15:55
zabelfan
Giro-Sieger
Dabei seit: 20.10.2002
Herkunft: mal hier mal dort
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| RE: Kopfsteinpflaster für Dummys
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Also wenn mich meine Vorstellung jetzt nicht trügt wäre es ein Vorteil überhaupt Rollwiderstand zu haben. Ein leichter Fahrer bringt weniger Bewegungsenergie mit und wird so beim anecken an einen Pflasterstein mehr nach oben katapultiert als sein schwerer Gegner. Der ist schneller wieder auf dem Boden angekommen und kann seine Kraft auch wieder umsetzen. Das sind zwar wahrscheinlich nur Bruchteile von Sekunden, aber vielleicht sind die ja entscheident bei so vielen Steinen...- Ist halt nur eine Theorie.
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28.02.2007 15:56
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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| RE: Kopfsteinpflaster für Dummys
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der eigentliche rollwiderstand spielt m.E die geringste rolle.
der ist von der oberfläche der steine abhängig, dass muss ja nicht schlechter sein als asphalt, etliche steine sind vor allem feucht erheblich glatter.
du wirst ständig durchgeschüttelt, fährst gegen steinkanten, das hinterrad geht hoch und damit der grip verloren etc.
da ist eine starke konstitution von vorteil.
ich wohne ja hier in einem top-trainingsgebiet ( 
), bestimmt klasse drei. allerdings weiche ich nahezu immer (wenn nicht gerade mal p-r läuft 
) auf nachbarstrassen oder gar radwege 
aus.
es ist wirklich erstaunlich, so lange man ein hohes tempo halten kann, geht es eigentlich ganz gut. man "fliegt" eben über die steine.
und dafür braucht es richtig viel kraft.
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28.02.2007 17:05
Pedalritter unregistriert
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| RE: Kopfsteinpflaster für Dummys
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Ich denk die Konstitution ist am wichtigsten beim KSP fahren, wie es einem körperlich und geistig mit der Zeit zermürbt.
Schwere Fahrer haben da sicher Vorteile, aber nicht jeder schwere Fahrer kann P-R gewinnen. Den zusätzlichen Vorteil der höheren Trägheit könnten leichte Fahrer ausgleichen, in dem sie breitere Reifen mit weniger Luftdruck fahren würden. Leider ist wegen der Geometrie der Rennmaschinen bei 700x28c Schluss, wenn nicht schon bei 700x25c.
Komme auch aus Berlin nd muss sagen, wir haben hier KSP-technisch wirklich alles zu bieten. Wir könnten durchaus Abschnitte nach Frankreich exportieren im Tausch gegen glatte und schnelle Strassen.
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01.03.2007 06:01
Bugno
Chairman of the Bored

Dabei seit: 08.10.2003
Herkunft: Wien Fan von: Gianni Bugno * Alessandro Petacchi * Nico Denz * Matej Mohoric * Iggy Pop
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| RE: Kopfsteinpflaster für Dummys
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Warum ist Bodrogi dann nicht weltbester KSP-Fahrer? Warum hat Hushovd noch nie Paris-Roubaix gewonnen? (Na gut, Hushovd geht jenseits der 200 km immer die Luft aus).
Warum sind Gilbert, Nuyens, Hoste, Gusev (alle nicht einmal 70 Kilo) so gut?
__________________ Die Welt gehört in Sprinterhände!
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01.03.2007 07:46
blaho
Weltmeister
Dabei seit: 23.07.2002
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| RE: Kopfsteinpflaster für Dummys
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| Zitat: |
Original von Bugno
Warum sind Gilbert, Nuyens, Hoste, Gusev (alle nicht einmal 70 Kilo) so gut?
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Schwere Räder?
Nee, ich denke zum einen hilft natürlich ein höheres Körpergewicht und mehr Kraft, zum anderen ist es aber auch eine mentale Frage. Wie bei allem macht man eben nur das richtig gut, was man auch gerne macht.
Ich selbst fahre wenn ich gut in Form bin recht gerne Kopfsteinpflasterpassagen, weil ich weiss, dass ich dort massig Leute hinter mir lassen kann. Wobei ich aber auch noch nie auch nur annähernd eine Länge wie die von P-R gefahren bin. Da würde ich wohl auch den Spass dran verlieren.
__________________ Wie sagten Sie so treffend im Ziel von Kailua Kona: "Die letzten Kilometer waren die Hölle." Ich verrate Ihnen jetzt mal was: Bei mir sind es schon die ersten Kilometer.
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01.03.2007 09:37
horgel
unregistriert
Dabei seit: 14.02.2006
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| RE: Kopfsteinpflaster für Dummys
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Es gibt auch recht gewichtige Fahrer, die am Berg gut sind oder das Gegenteil, Leichtgewichte die im Berg nicht Ihren Vorteil asusspielen können.
Das Gewicht gibt Vor/ Nachteile und setzt bestimmte Grenzen. Einen 60KG Kopsteinpflaster-Spezialisten wird man wohl kaum finden. Genauso wenig wie einen 90kg schweren Berggott.
Bei Kopfsteinpflaster kommen auch noch zwei wichtige Punkte Hinzu: Wie oben schon gesagt das Mentale, also die Fähigkeit diese Spezielle Tortur zu verdauen und einen angepassten Fahrstil / Sitzposition um die Schläge besser abzufangen und "elastischer" auf dem Rad zu sitzen (anstatt jeden Hubbel voll auszusitzen).
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