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 Saisonbilanz 2006 Rabobank Steamboat 20.02.2007 11:05
 RE: Saisonbilanz 2006 Rabobank Steamboat 20.02.2007 11:06
 RE: Saisonbilanz 2006 Rabobank ogkempf 23.02.2007 20:12
 RE: Saisonbilanz 2006 Rabobank Sprintstar 23.02.2007 22:19
 RE: Saisonbilanz 2006 Rabobank Steamboat 24.02.2007 14:43

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20.02.2007 11:05

Steamboat
Tour-Sieger

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Saisonbilanz 2006 Rabobank

Der einzige niederländische Pro Tour (PT) Rennstall, Rabobank, startete mit ehrenvollen Zielen in die Saison 2006. Im Großen und Ganzen hoffte man auf ein ereignisreiches Jahr mit reichhaltiger Beute. Die Equipe konzentrierte sich wie auch schon vergleichbar mit den vorigen Jahren nicht nur auf ein Highlight sondern gleich auf mehrere. Das lässt sich dadurch begründen, dass der Rennstall zu den finanzstärkeren im Peloton zählt und damit auch mehrere Protagonisten beschäftigen kann.

An vorderster Stelle muss da der Niederländer Michael Boogerd genannt werden. Vielleicht nicht der erfolgreichste der Mannschaft, eher der Unglücksrabe, aber eben Aushängeschild von Rabobank – oder der niederländische Jan Ullrich, weil er ebenso häufig nur der zweite Sieger ist. Dann zählen aber auch Oscar Freire, eine Sprinter mit eingebauter Weltmeisterschaftsgarantie, Dennis Menchov, Juan Antonio Flecha, Mickael Rasmussen, Erik und Thomas Dekker, Pieter Weening zu den Hauptfiguren der Equipe. Ihre Ambitionen können am geeignetsten durch einige konkrete Fragestellungen verdeutlicht werden, die es im Verlaufe und nach der Saison zu beantworten galt.

>> Schafft Boogerd endlich mal einen Sieg in den Ardennen?<<

Der Blondschopf hat 1999 das Amstel Gold Race gewonnen. Seitdem jagt er vergeblich einem Sieg bei einem der Klassiker, insbesondere in den Ardennen, hinterher. Bei den vergangenen Austragungen war er zwar häufiger der beste aber nicht der erfolgreichste Fahrer. Man hoffte, dass sich diese Trauma 2006 bewältigen lassen würde.

>>Holt sich Freire wieder das WM-Trikot sowie das Grüne Trikot?<<

Der Spanier gewann bereits drei Mal die Weltmeisterschaft. 2006 galten seine Chancen als gut, dass er wieder triumphieren könnte. Natürlich war er auch wieder der Sprinter par excellence, der es bei den Sprintklassikern und bei der Tour mit der Konkurrenz aufnehmen sollte. Sein hartnäckigster Gegner war hierbei natürlich seine Verletzungsanfälligkeit. Das sollte sich in der Saison 2006 wieder bewahrheiten.

>>Gewinnt Denis Menchov nach dem verspäteten Triumph bei der Vuelta 2005 auch die Tour?<<

Der Russe mit spanischem Domizil wurde nach der Disqualifikation von Roberto Heras nachträglich zum Sieger der spanischen GT erklärt. Damit gehörte er zum Kreis der Anwärter auf die Nachfolge von Lance Armstrong bei der Grande Boucle. Aber die Menge an Mitbewerbern sollte nicht so klein wie bei der Vuelta sein.

>>Wird Mickael Rasmussen dabei sein Freund oder Gegner sein?<<

Nicht vergessen ist der Auftritt des Dänen bei der Großen Schleife 2005, bei der er lange Zeit Kurs auf das Podium machte, aber beim Zeitfahren uneins mit seinem Gefährt war und das Rad als fremdes Element in dieser Disziplin ansah. Als Trostpflaster brachte er das Bergtrikot von der Tour de France mit. Da ihm der Ruf vorauseilt, kein Teamplayer zu sein und sich nicht unterordnen zu können, fürchtete man, dass er bei der Tour auf eigene Rechnung fahren würde und die Interessen von Menchov ignorieren würde.

>>Wird Flecha der erste Gaucho, der den Pflasterstein aus der Hölle des Nordens gewinnt?<<

Der gebürtige Argentinier wusste in der Saison 2005 mit einer starken Leistung bei Paris-Roubaix zu gefallen. Auf einem für Südländer ungewöhnlichen Terrain hielt er über die Pavés gut mit und die Anzeichen standen günstig, dass er es mit einem Quäntchen Glück sogar gewinnen könnte. Zumindest zählte er zum Favoritenkreis.

>>Gelingt Erik Dekker zum Ausklang seiner Karriere ein großer Sieg?<<

Die lange Karriere des Niederländers sollte schon während der Saison 2006 ihr Ende finden. Würde es dem älteren der Dekkers, die nicht miteinander verwandt sind, gelingen, sich mit einem Sieg aus dem Peloton zu verabschieden?

>>Was schaffen die jungen Wilden (T. Dekker, Weening, Joost Posthuma, Weening, Theo Eltink) 2006?<<

Dieses Kleeblatt konnte mit Ausnahme von Eltink schon mit exzellenten Ergebnissen während der Saison 2005 auf sich aufmerksam machen, während Eltink mit ordentlichen Resultaten aufwarten konnte. In dem Jahr konnten das Quartett befreit auffahren, das hatte sich im Vergleich zu 2006 geändert. Die Erwartungshaltung war eine ungleich höhere, der Druck war gewachsen. Nicht jeder aus dem Quartett sollte diesem dauerhaft standhalten.

Antworten auf diese Fragen liefert der folgende Text

Pro Tour Rundfahrten

Den ersten Akzent der PT-Saison setzte T. Dekker. Er konnte die Rundfahrt Tirreno-Adriatico erneut für Rabobank gewinnen, nachdem im Vorjahr Freire das Rennen zwischen den Meeren für sich entschied. Der dritte Rang beim Einzelzeitfahren nutzte Dekker zum Erwerb des Leadertrikots, dass er schließlich bis zum Ende der Tour verteidigte. Ob er in der Lage gewesen, die Führung auf der geplanten Bergetappe zu behalten, lässt sich im Nachhinein nicht eindeutig sagen. Da die Ankunft auf dem Berg wegen Schneegefahr abgesagt wurde und damit die Etappe entschärft wurde, reichte der Vorsprung aus, um den ersten Gesamtsieg einer PT-Rundfahrt seiner Karriere perfekt zu machen. Boogerd rundete das hervorragende Ergebnis der „Rabos“ als Fünfter ab.

Freire meldete sich seinerseits übrigens mit einem Tagessieg bei Tirreno-Adriatico nach langer Verletzungspause in eindrucksvollerer Manier zurück. Er untermauerte damit wieder Ansprüche für Mailand-San Remo, wenngleich die ansteigende Zielankunft dieses Abschnitts seinen Fähigkeiten entgegen kam und nicht mit der classicissima zu vergleichen war (wo er letztlich den sechsten Platz belegte). Am folgenden Tag belegte er den dritten Etappenrang.

Auch bei der Baskenland-Rundfahrt startete er. Auf der ersten Etappe ließ er sich durch die Berge nicht einschüchtern oder abschrecken und erreichte mit der ersten Gruppe das Ziel, wo er um Haaresbreite den Sieg verfehlte. Dafür beendete er die vierte Etappe als Sieger.

Bei der Tour de Suisse erzielte er einen weiteren Tageserfolg. Aber er gelang nicht im Sprint, wie man bei seinen Qualitäten annehmen möchte, sondern er schloss sich einer Ausreißergruppe an, der er kurz vor dem Zielort entkam und als Solist den Sieg feierte. Ferner strich er noch einen dritten Etappenplatz bei der Tour de Suisse ein.

Aber die Frühjahrsergebnisse bestanden nicht nur aus den Resultaten von Freire. Sein Teamkollege Posthuma musste bei der fünften Etappe von Paris-Nizza den Erhalt von „nur“ zwei PT-Punkten vorlieb nehmen, da er als Zweiter das Ziel in Digne-les-Bains erreichte. Dieser gelang, als er sich aus einer Fluchtgruppe kurz vor dem Ziel absetzte. In der Gesamtwertung der Rundfahrt belegte E. Dekker den siebten Rang.

Beim Giro fiel das Team so gut wie überhaupt nicht auf. Sieht man von den schillernden Trikots ab, konnte sich Rabobank in punkto Leistung nicht von Bouygues Telecom unterscheiden. Am bemerkenswertesten ist vielleicht noch der fünfte Rang von Eltink bei der zehnten Etappe von Termoli nach Peschici. Ansonsten war sein Auftritt nicht berauschend, wie sein 53. Platz im Klassement belegt.

Graeme Brown konnte sich bei den Sprintentscheidungen nicht empfehlen und auch Alexandr Kolobnev war von der Leistung des Vorjahres meilenweit entfernt, von Mauricio Ardila ganz zu schweigen. Rabobank muss sich den Vorwurf gefallen lassen, den Giro nur zum Aufwärmen (Rasmussen) für die Tour missbraucht zu haben. An der Leistung von Rabobank lässt sich möglicherweise ein für die nächsten PT-Rennserien stärker werdender Trend nachweisen. Gutklassige Teams werden sich dafür entscheiden, eine der GTs nicht als gleichwertig im Vergleich zu den anderen zu betrachten; folglich werden Delegationen entsandt, die nicht in der Lage sind, ernsthafte Konkurrenz weder für das End- noch für das Tagesklassement darzustellen. Namhafte Fahrer nutzen derartige Veranstaltungen höchstens als Warm-up oder zu Trainingszwecken. Das ist eine der Kehrseiten der Medaille namens Pro Tour, wenn der sportliche Druck nämlich fehlt, sich beweisen zu müssen.

Auch bei der Volta A Catalunya fiel der Kader nicht durch übermäßig starke Leistungen auf. Menchov gelang aber immerhin der neunte Gesamtrang. Mit diesem Ergebnis konnte sich der Russe beruhigt für die Tour de France präparieren.

Die Dauphine Libéré zählt alljährlich zu den besonders wichtigen Vorbereitungsrennen zur Großen Schleife. Bei dieser schweren Rundfahrt erhoffen sich Fahrer und Fans generell Aufschluss über die Form der Favoriten.

Traditionell zählte der Mont Ventoux wieder zu den Zielankünften dieser Rundfahrt. Menchov strebte dem mystischen Berg im Trio mit Levy Leipheimer und Christophe Moreau entgegen. Er setzte sich letztendlich im Finish gegen seine beiden Kontrahenten durch. Damit schien er seinen Handschuh in die Fehde um den Gesamtsieg in den Ring geworfen zu haben. Er konnte allerdings das Niveau nicht halten und fiel auf den sechsten Rang im Endklassement zurück.

Zwei Tagessiege beim Saisonhöhepunkt, der Tour de France, feierte der dreimalige Weltmeister Freire. Die Etappe von Beauvais nach Caen ging auf sein Konto, als er bei der Massenankunft seinen Gegnern keine Chance ließ. Er wählte eine andere Fahrlinie im Finale als der vermeintliche Hauptkonkurrent Tom Boonen, dem er durch dieses Manöver den Schneid abkaufte. Die neunte Etappe von Bordeaux nach Dax gewann er auch, obwohl Robbie McEwen auf der Ziellinie noch mal stark aufkam. Ferner erreichte er bei der vierten Etappe von Huy nach St. Quentin den dritten Platz.

Freire schloss sich etwas unerwartet einer Fluchtgruppe bei der 12. Etappe von Luchon nach Carcassonne an. Damit reduzierte er den Rückstand in der Punktwertung auf McEwen. Den Tagessieg musste er aber Yaroslav Popovych überlassen. Er registrierte jedoch, dass Mitausreißer Alessandro Ballan einen Löwenanteil der Arbeit verrichtete und überließ in sportlich fairer Weise dem Italiener den zweiten Rang.

Während Freire seine Interessen bei der Punktwertung anmeldete, suchte ein anderer Stallgefährte sein Heil im Klassement und ein weiterer wünschte sich das Bergtrikot – solche unterschiedlichen Wünsche in einem Team unter einen Hut zu bekommen, gleicht der Quadratur des Kreises. Aber Rabobank ließ nichts unversucht, wenngleich Freire vor der 18. Etappe die GT mit einer Verletzung verließ.

Menchov siegte bei der ersten Bergankunft der Tour de France. Er setzte sich im Finish gegen Leipheimer und Floyd Landis durch. Da er optimale Unterstützung von Boogerd erhielt, als dieser ihn bis in den Schlusshang sekundierte, hatte er genügend Körner für das Finale der Etappe.

Seine Favoritenrolle konnte er in den Pyrenäen nachdrücklich unterstreichen. Allerdings bekam er Probleme auf dem Schlussanstieg nach Alpe D´Huez bei der 15. Etappe. Er musste Landis ziehen lassen und um den Platz auf dem Abschlusspodium bangen, da Andreas Klöden und Carlos Sastre ihm Zeit abnahmen. Aber er wusste zwei Domestiken an seiner Seite. Der eine war der erwähnte Boogerd, der andere war Rasmussen. Der Däne, der als Einzelgänger gilt, stellte sich bis zur 16. Etappe in den Dienst der Mannschaft.

Bei dem 17. Abschnitt zwischen Le Bourg d'Oisans und La Toussuire bekam er freie Fahrt. Früh während der Etappe setzte er sich mit zwei Mitstreitern (Sandy Casar und Tadej Valjavec) ab und strich Siege in den jeweiligen Bergwertungen für sich ein. Als er nur noch als Solist fungierte, war bereits klar, dass er in dieser Sonderwertung die Führung übernommen hatte. Schließlich gelangte er alleine nach La Toussuire und sicherte Rabobank den vierten Etappenerfolg. Menchov hingegen verlor weitere Zeit und hakte seine Ambitionen auf einen Platz auf dem Treppchen ab.

Im Klassement belegte er den fünften Platz. Boogerd, der sich im Gebirge aufopferungsvoll aufgerieben hatte und zeitweilig stärker als sein Kapitän aussah, erreichte den 13. Platz, während Rasmussen seine Bemühungen um das Bergtrikot quasi als Nebenprodukt mit dem 17. Rang in der Gesamtwertung abrundete. Das Fazit der Rabos fällt somit recht positiv aus. Vier Etappensiege waren sicherlich mehr als eingeplant und gute Gesamteindrücke im Klassement, in der Punkte- und Teamwertung bestätigen eine rundum starke Leistung. Dass Weening und Posthuma weniger zur Geltung kamen, lässt sich damit leichter verschmerzen. Sie mussten sich der Order ihrer Chefs unterordnen und glänzten weniger mit eigenem Auftreten.

Bei der Deutschland-Rundfahrt deutete dann Brown an, dass er auch sehr schnell radeln kann. Er gewann zwei Etappen, darunter den Abschnitt von Heidenheim nach Bad Tölz, als er den Lokalmatadoren Stefan Schumacher und Erik Zabel das Nachsehen gab. Die Abschlussetappe ging erneut auf sein Konto. Dennoch waren die Siege den Teamverantwortlichen um Manager Theo de Rooy und Sportdirektor Erik Breukink zunächst zu wenig, um den Sprinter weiter zu verpflichten. Gerben Löwik musste hingegen ob seines 12. Platzes in der Gesamtwertung nicht bangen, ob er auch 2007 auf der Gehaltsliste des Rennstalls steht.

Bei der ENECO Tour Benelux musste das Team natürlich etwas zeigen. Posthuma sorgte für einen guten Beginn dieser Rundfahrt, als er sich nach dem Prolog über Platz drei freuen durfte. Die Freude wuchs, als er weitere PT-Punkte für einen sechsten Gesamtplatz bekam. Flecha erreichte den siebten Rang und T. Dekker rundete das Mannschaftsergebnis auf den neunten Platz ab.

Dass sich die Wege von Rabobank und Kolobnev nach der Saison 2006 trennen würden, stand schon zu Beginn der Polen-Tour fest. Der Russe nutzte diese Rundfahrt, um andere Teams auf sich aufmerksam zu machen. Im Klassement belegte er den fünften Platz.

Bei der Vuelta A Espana spielten die Fahrer von Rabobank ähnlich wie beim Giro keine Rolle. Vorjahressieger Menchov stieg schon nach der 10. Etappe aus, ohne bis dahin aufgefallen zu sein. Der Russe konnte sich offensichtlich nicht motivieren, zumindest im Ansatz zu zeigen, warum er 2005 bei dieser GT brillierte. Als Entschuldigung mögen seine Bemühungen bei der Tour de France gelten, aber sich selbst und eventuell auch anderen Mitgliedern im Rennstall hat er mit seiner schwachen Performance keinen Gefallen getan. Womöglich hätte ein anderer Rabobank-Fahrer in Spanien sich effektiver beweisen können.

Die Vuelta-Fahrer passten sich jedoch im Großen und Ganzen der Haltung des Kapitäns an. Jeweils achte Tagesränge von Pedro Horrillo und Eltink waren die besten Ergebnisse. Dem Niederländer war die beste Endplatzierung der Truppe vorbehalten – ein 24. Rang, der ihn zumindest für das schwache Giro-Ergebnis rehabilitierte.

Dennoch muss festgehalten werden, dass es den Rabobank-Fahrer gelungen war, neben dem Giro bereits bei einer zweiten GT innerhalb eines Jahres keine PT-Punkte für die Einzelwertung gesammelt zu haben. Wenn man sich vor Augen hält, dass sich Fahrer und Rennställe für die PT-Rennserie aussprechen, während die Organisatoren der GTs erklärte Gegner dieses Konstruktes sind, dann darf man sich bei Rabobank nicht wundern, dass ihre Ergebnisse bei den dreiwöchigen Rundfahrten in Italien und in Spanien Wasser auf den Mühlen der Kritiker waren.

Pro Tour Klassiker

Flecha hielt die Teamfarben bei der Flandern-Rundfahrt hoch. Wie im Vorjahr, da aber noch im Trikot von Fassa Bortolo, erreichte er als 12. den Zielort. E. Dekker wurde 22. Ausgerechnet Karsten Kroon, den man zu Saisonbeginn an CSC weiterreichte, sollte mit dem achten Rang PT-Punkte einstreichen.

Flecha erhielt die Gelegenheit, bei Paris-Roubaix erneut auf die Pirsch zu gehen. Er schloss sich nach dem Wald von Arenberg einer Spitzengruppe an. Dort gestaltete er die Fahrt aktiv mit, in dem er eine vorzeitige Entscheidung durch eine Vielzahl von Attacken suchte. Letztlich bildete er mit Boonen und Ballan ein Trio, das den führenden Cancellara sowie ein anderes Trio, bestehend aus Peter van Petegem, Leif Hoste und Vladimir Gusev, verfolgte. Jenes Terzett wurde später disqualifiziert, so dass der Sprint des Trios, dem Flecha angehörte, den Kampf um die freien Plätze neben dem Sieger auf dem Podium unter sich ausmachte. Flecha belegte schließlich den undankbaren vierten Rang, Horrillo wurde 11. Ganz zufrieden war das Management um Theo de Rooij mit der Ausbeute bei den Kopfsteinpflasterrennen nicht. Das lag weniger an der Leistung von Flecha denn vielmehr an Auftritt seiner Mannschaftskameraden.

Kalendarisch folgt auf die flämischen Rennen das Tripel in den Ardennen. Wenn für die Ronde und Paris-Roubaix Boonen am lautesten für sich reklamiert, gewinnen zu wollen, dann ist sein Pendant für den Abschnitt der Ardennen, bestehend aus Amstel Gold Race, Fleché Wallone und Lüttich-Bastogne-Lüttich, Boogerd. Im Gegensatz zu Boonen musste sich der Niederländer im Endeffekt einer größeren Anzahl an direkten Konkurrenten erwehren. Außerdem sind die Rennverläufe bei dem welligen Profil etwas unberechenbarer. Zwischen Boonen und Boogerd und den jeweiligen Favoritenrollen besteht die Gemeinsamkeit, dass im Verlauf dieser Klassiker besonders auf sie geachtet wird. Wenn Rennkonstellationen entstehen, die für sie keinen Vorteil darstellen, hat das zur Folge, dass sich ihre Teams aufreiben müssen, um die Chancen ihrer Kapitäne zu wahren. Die anderen Mannschaften leisten dabei in der Regel keine Unterstützung.

So geschah es, als Boonen sich bei Paris-Roubaix ohne Helfer in der Spitzengruppe befand und Quick Step Körner in einer erfolglosen Aufholjagd verpulverte. Beim Amstel Gold Race hatte Boogerd ebenfalls eine Ausreißergruppe verpasst, weshalb sein Team Kräfte verschleißend den Auftrag bekam, ihren Kapitän wieder heranzuführen. Boogerds Leidengeschichte erfuhr beim Amstel Gold Race erneut eine Fortsetzung. Dieses Mal siegte er zwar im Sprint einer stark besetzten Gruppe, zu seinem Leidwesen reichte diese Leistung nur zum dritten Platz, weil zwei andere Fahrer sich abgesetzt hatten.

Den Fleche Wallone ließ er danach aus. Erwähnenswert beim Wallonischen Pfeil war sicherlich das Auftreten von Freire, der zusammen mit Alexander Moos ein Fluchtduo bildete, das mit dem Rennausgang aber am Ende nichts zu tun haben sollte.

Boogerd startete wieder bei Lüttich-Bastogne-Lüttich. Dieses Mal wollte er es nicht auf ein Finale einer größeren Gruppe ankommen lassen, weil er fürchtete, den Kürzeren gegenüber Fahrern wie Paolo Bettini, Danilo Di Luca oder auch Alejandro Valverde zu ziehen. Stattdessen suchte er die vorzeitige Entscheidung, als er ca. 25 km vor dem Ziel gemeinsam mit Joaquin Rodriguez ausriss. Genutzt hat ihm dieser Schachzug aber nichts, da beide vier Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt wurden. Im Finale blieb ihm dann noch der fünfte Rang. Auch 2006 ging er in den Ardennen leer aus.

Der erhoffte Sieg bei einem der PT-Klassiker gelang Freire. Er behielt im Finale der Vattenfall Cyclassics die Übersicht sowie die Nerven und erreichte in einem spannenden Finish als erster die Ziellinie in Hamburg knapp vor Erik Zabel und Filippo Pozzato, die alle fast gleichauf lagen. Danach meldete sich sein altes Leiden wieder – der Rücken schmerzte -, und er musste die WM ausfallen lassen.

Bei der Klasika San Sebastian gelang Eltink nicht der Sprung unter die Top Ten, aber er schaffte ein respektables Ergebnis als 14. Menchov wurde 15. und Kolobnev belegte den 19. Rang.

Beim GP Ouest-France-Plouay wollte es Flecha seinem Landsmann Freire nachmachen. Im Finish hatte er auch kurzzeitig die Nase vorn. Aber Vicenzo Nibali fing ihn noch vor dem Überrollen des Zielstrichs ab und verwies den Spanier auf den zweiten Platz dieses Klassikers, sein Stallgefährte Kolobnev wurde 14.

Schließlich standen die Herbstklassiker an. Besonders Boogerd machte sich Hoffnungen, bei den Rennen Zürich-Metzgete und der Lombardei-Rundfahrt etwas bestellen zu können. In der Schweiz fuhr er stark. Sein Auftritt ließ Parallelen zu den Ardennen-Klassikern erkennen, bei denen er auch meist glänzt. Allerdings vermochte er nicht, die entscheidende Attacke von Samuel Sanchez als solche zu erkennen und verlor beim Finish den Sprint der Verfolger. Dadurch belegte er den ungeliebten vierten Rang.

Verglichen mit der Veranstaltung in der Schweiz, schnitt Rabobank bei Paris-Tours nicht ähnlich erfolgreich ab. Matthew Hayman wurde immerhin noch 14.

Boogerd gab seinen Saisonausstand bei der Lombardei-Rundfahrt. Wie schon so häufig zuvor gehörte er zur Gruppe der Fahrer, die die Entscheidung unter sich ausmachten. Aber auch in Italien blieb ihm der Sieg verwehrt. Er engagierte sich zwar energisch in der Verfolgungsarbeit, um Bettini & Co zu stellen, aber diese Tätigkeit war nicht erfolgreich. Schließlich wurde er Achter.

Outside Pro Tour

Das Team startete zwar ambitioniert in die Saison, aber die beiden Sprinter, die für frühe Erfolge vorgesehen waren, sahen ihren Kontrahenten meist hinterher. Brown und Freire beugten sich den Boonens und Petacchis dieser Welt. Brown erreichte früh im Jahr zwei dritte Etappenplätze bei der Andalusien-Rundfahrt (2.1) als beste Ergebnisse.

Dafür sprang Kolobnev ein, der die Auftaktetappe der Vuelta A Comunidad Valenciana (2.1) gewann, als er eine Soloflucht über die Ziellinie vor den nahenden Sprintern retten konnte und somit für den ersten Saisonsieg der „Rabos“ sorgte. Letztlich wurde er Vierter der Rundfahrt. E. Dekker nutzte auf der Abschlussetappe die Verwirrung von Alessandro Petacchi aus, der aufgrund eines Massensturzes keine Helfer an seiner Seite hatte, und erreichte den dritten Platz.

Noch stärker präsentierte sich der „alte“ Dekker beim Criterium International (2.HC), deren Auftaktetappe er gewann. Nicht kampflos wollte er dem jungen Thomas das Feld im heimlichen Duell „des besten Dekkers“ überlassen und erreichte in der Gesamtwertung einen zweiten Platz. Dieses geschah an dem Wochenende des 25./26. März. Diese Tage wurden im Kalender positiv bemerkt, da die beiden Spanier Flecha und Freire im Finale des Brabantse Pijl (1.1) hervorragend zusammenarbeiten und Freire schließlich als Sieger dieser Maßarbeit hervorging, während Flecha der vierte Rang blieb.

Flecha belegte beim Prolog der Tour de Luxemburg (2.HC) ebenfalls den vierten Platz. Normalerweise bedarf es ob solcher Resultate keiner Erwähnung. Im Monat Mai stellte aber dieser die beste Platzierung eines Profis von Rabobank dar.

Zurück zu E. Dekker. Er hat bestimmt nicht viele Wettbewerbe im Einzelzeitfahren in seiner Karriere, die sich nun ihrem Ende neigte, gewonnen. Von daher muss einer der wenigen auch entsprechend gewürdigt werden. Bei der STER Electrotour (2.1) glückte dieser bei der Halbetappe des ersten Tages.

Brown entwickelte sich im Schatten seiner Kollegen und sammelte Podienplätze im Rahmen der Niedersachsen-Rundfahrt (2.1) – zwei zweite Tagesränge und ein dritter Etappenplatz. Hayman belegte im Endklassement der norddeutschen Veranstaltung den dritten Rang. Ferner machte der Australier mit dem zweiten Etappenplatz beim Auftakt der STER Electrotour (2.1) auf sich aufmerksam. Kolobnev heimste bei dieser Rundfahrt übrigens noch einen dritten Etappenrang ein.

Brown strebte lange Zeit vergebens nach dem ersten Sieg im Jersey von Rabobank. Bei der fünften Etappe der Österreich-Rundfahrt (2.1) war es Danilo Napolitano, der ihm im Sprint den Schneid abkaufte und den zweiten Rang überließ. Bei der letzten Etappe langte es zum dritten Platz.

Einen Sieg bei einem Eintagesrennen feierte Brown dann bei der Tour Beneden-Maas (1.1). Im Sprintfinale setzte er sich gegen die Konkurrenz durch. Bei der DELTA Ronde van Midden Zeeland (1.1) wurde Brown Dritter, als er bei einer Massenankunft sich u.a. Steven de Jongh, einem ehemaligen Rabobank-Fahrer, geschlagen geben musste. Die letzte Etappe des Circuit Franco-Belge (2.1) bescherte Brown einen weiteren dritten Platz.

Hayman ergatterte bei der Nord-Nederland-Tour (1.1) den zweiten Rang. Bei dem Rennen, das in der Berichterstattung als chaotisch beschrieben wurde, zählte er zu einem Führungstrio. In der entscheidenden Phase musste er sich aber Aart Vierhouten geschlagen geben.

Roy Sentjens siegte beim GP Gerrie Kneteman (1.1). Er setzte sich bei dem Rennen in den Niederlanden durch, das kurz vor der Tour de France stattfand. Zudem war er Wochen zuvor bei der Tour de Luxemburg erfolgreich. Bei der letzten Etappe kam er auf dem dritten Rang.

Horrillo, der regulär eigentlich für die Unterstützung von Freire und Flecha vorgesehen war, durfte bei der Sachsen-Tour (2.1) auf eigene Faust etwas riskieren. Bei der ersten Etappe zählte er zu einer Spitzengruppe, von der er sich etwas absetzte. Er gewann den Abschnitt vor seinem Kollegen Kolobnev. Durch den Doppelerfolg rundeten die beiden einen erfolgreichen Tag für die Rabos ab, da auch Rasmussen bei der Tour de France eine Etappe gewann.

Beim Luk Cup (1.1) vertrat das Duo Niels Scheuneman und Marc Wauters die Farben des Teams. Gegen starke Konkurrenz beendeten die zwei das Rennen als bravouröse Dritte.

Nationale Meisterschaften

Nicht auf den Schultern eines Fahrers von Rabobank liegt das Meistertrikot des niederländischen Zeitfahrers. Weder der favorisierte T. Dekker noch ein anderer Rabo waren schneller als Staf Clement. E. Dekker und Posthuma nahmen mit dem zweiten und dritten Platz vorlieb, während T. Dekker den enttäuschenden siebten Rang erreichte. Wauters konnte in Belgien ebenfalls nicht den Meisterpokal in Empfang nehmen. Er wurde Dritter.

Beim niederländischen Straßenrennen rückte aber Boogerd die nationalen Verhältnisse aber wieder gerade. Zusammen mit Sebastian Langeveld distanzierte er die Konkurrenz, um dann – endlich mal – eine Attacke zu setzen, die ihm den Erfolg und das Meistertrikot bescherten.

Zwischen die Speichen gesehen…

Licht und Schatten so lautet das Kurzfazit, das aber treffend die Saison der Rabos beschreibt und zusammenfasst. Eine PT-Rundfahrt und einen PT-Klassiker hat man gewonnen. Darüber hinaus gab es zwei Podestplätze nach Eintagesrennen der Rennserie. Aber dennoch hat man den Eindruck – das i-Tüpfelchen fehlt nach der Saison. Die Erklärung ist ganz einfach. Die Rundfahrt, die gewonnen wurde, zählt aus der Sicht der Mannschaft nicht zu den Highlights und der Klassiker in Hamburg hat ja selbst für deutsche Radsportfans den Charme eines Stiefkinds.

Platz Drei in der PT Teamwertung. Dieses vorzeigbare Resultat wurde durch mehrere starke Vorstellungen in den Klassikern möglich, wo es gar zu einem zweiten Rang gereicht hätte, wenn nur die Ergebnisse der Eintagesrennen maßgebend für die Abschlussplatzierung geworden wären. Bei den Rundfahrten hätte es nur zum neunten Rang gereicht.

Rabobank gilt nach der Saison 2006 eher als Team für Eintagesrennen, wie fünf Siege beweisen, dem gegenüber steht nur ein Gesamterfolg nach einer Rundfahrt. Keine Frage, die Klassementfahrer haben nicht die Erwartungen nicht vollends erfüllt. Das gilt für Menchov ebenso wie für T. Dekker, dem zwar der Sieg bei Tirreno-Adriatico gelang, der aber danach mehr und mehr in der Versendung verschwand und wegen eines Formtiefs gar nicht erst für die Grande Boucle nominiert wurde.

Insbesondere der Kreis der jungen Wilden, ließ mehr Fragen offen, als dass er wirklich untermauerte, dass die Zukunft des Rennstalls durch sie gesichert wurde. Posthuma zeigte hin und wieder sein Können, riss aber keine Bäume aus. Von Wenning gab es noch weniger zu berichten, während Eltink zumindest sich redlich hielt und einige brauchbare Klassementresultate schaffte, aber auch nicht brillierte.

Bei den GTs sind nur die Ergebnisse aus Frankreich berauschend. Neben Menchov begeisterten Rasmussen und Boogerd, der stattdessen nicht so stark bei den Klassikern war. Es waren die arrivierten Kräfte, die hauptsächlich das Bild bestimmten. Ein Emporkömmling gab sich nicht zu erkennen. Andere Akteure wie Ardila enttäuschten.

Dennoch: ein verkorkstes Jahr liest sich anders. 519 PT-Zähler sammelten die Fahrer. Fünf andere PT-Rennställe haben zwar mehr Punkte bekommen, aber dennoch brauchen sich Boogerd & Co nicht zu grämen. Der Niederländer war übrigens der beste von zehn Rabos als 15. Freire belegte den 23. Rang, während Menchov 27. wurde. Flecha folgt auf dem 31. Platz. T. Dekker sicherte sich den 46. Rang.

Kolobnev, auf dessen Dienste man bei Rabobank 2007 keinen Wert mehr legt, beendete sein Dasein beim Rennstall als 91. Zwei Ränge vor Posthuma, der hingegen Rabobank erhalten bleibt. Zum Ausklang seiner Karriere belegte E. Dekker den 108. Platz, auf dem auch Rasmussen zu finden ist. Letzter Rabo ist Brown als 145.




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o.T.
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20.02.2007 11:06

Steamboat
Tour-Sieger

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Top Acht

Freire – Boogerd – Flecha – Dekker, T. – Menchov – Rasmussen – Dekker, E. – Posthuma

1. Freire: Die Vattenfall Cyclassics konnte er genauso für sich entscheiden, wie er auch bei zwei Touretappen die Nase vorne hatte. Drei weitere PT-Etappensiege sowie der Erfolg beim Pfeil von Brabant rundeten eine gute Saison des ehemaligen Weltmeisters ab.
2. Boogerd: Wieder reichte es für keinen Sieg in den Ardennen, dennoch kann er mit der Saison zufrieden sein. Ein dritter Platz beim Amstel Gold Race, ein vierter bei Zürich-Metzgete sowie zwei fünfte bei Lü-Ba-Lü und Tirreno-Adriatico sind keine miserable Ausbeute. Hätte er bei der Tour mehr auf die eigene Karte fahren dürfen, wäre vermutlich mehr als der 13. Rang herausgesprungen.
3. Flecha: Platz Zwei beim GP Ouest-France-Plouay, Vierter bei Paris-Roubaix und dann noch mit Platz Sieben die ENECO Tour Benelux beendet, keine schlechte Jahresbilanz.
4. Dekker, T: Gesamtsieg bei Tirreno-Adriatico, danach wurde es aber still um den jüngeren Dekker. Erst der neunte Platz bei der ENECO Tour ließ nochmals aufhorchen.
5. Menchov: Der große Wurf blieb aus. So könnte man die Saison des Russen resümieren, der nur bei einer Bergankunft der Tour reüssieren konnte. Danach verlor er im Kampf um das Podium an Zeit und an Boden. Am Ende Platz Fünf. Genauso viel Erfolg hatte er bei der Dauphine. Dazu noch der neunte Rang bei der Volta A Catalunya. Bei der Vuelta fuhr er nur das Fitnessprogramm.
6. Rasmussen: Der Däne wollte nur das Bergtrikot der Grand Boucle. Er bekam es nach einem Etappensieg. Mehr gibt es über den einsamen Wolf nicht zu sagen.
7. Dekker, E: Zum Abschluss der Karriere bleibt der siebte Platz bei Paris-Nizza. Obendrein noch zwei Etappenerfolge beim Criterium International und der STER Electrotour. Der Vorhang fällt.
8. Posthuma: Die jungen Wilden hatten Sand im Getriebe. Auch Posthuma riss die erwarteten Bäume nicht aus, zumindest erreichte er den sechsten Platz bei der ENECO-Tour.

Keine Aufnahme in die Top Acht fanden

Ardila: Der Kolumbianer war für die Rabos ein Fehleinkauf.

Ausblick

Der Zukunft zugewandt! So muss man das künftige Programm des Teams umschreiben.

Nachdem bereits während des Jahres 2006 bereits der Australier William Walker und Kai Reus die Equipe von Rabobank, von den eigenen Espoirs kommend, verstärkten bereits den Kader. Zur neuen Saison folgen Robert Gesink, Rick Flens und der Russe Dmitri Kozontchuk vom eigenen Nachwuchs. Damit hält Rabobank an dem Konzept fest, sich einen Teil der Stars selbst zu backen.

Ganz ohne Neuverstärkungen geht es natürlich nicht, auch wenn die Hauptpositionen bereits vergeben sind und großartige Änderungen für 2007 nicht geplant sind, eher sollen Feinjustierungen vorgenommen werden.

So gelten Freire, Menchov, Boogerd, Flecha, T. Dekker und Rasmussen als Stützen der Equipe. Das Segment Kopfsteinpflasterrennen benötigt allerdings Verstärkungen, da Flecha bisweilen zu oft auf sich allein gestellt war. Mit Leon Van Bon und Max Heeswijk kommen zwei routinierte Niederländer, die den Möglichkeiten der Equipe in Flandern mehr Variabilität geben. Zudem wurde mit Koos Moerenhout ein weiterer erfahrener Fahrer verpflichtet. Langeveld komplettiert die Gruppe der Neuzugänge. Nicht erst durch seinen Zugang wird deutlich, dass die landsmannschaftliche Note im Rennstall eine Aufwertung erhält.

Neben Erik Dekker hat hingegen auch Wauters seine Karriere beendet. Der Abgang von Kolobnev wurde bereits erwähnt. Keine Geduld hatte man mit Scheuneman, der zu Unibet abwanderte. Er konnte sich bei Rabobank nie durchsetzen. Auch Sentjens wurde abgegeben.

Die Ziele bleiben eigentlich die alten. Streicht man die Fragestellung in Bezug auf Erik Dekker, der als Sportdirektor dem Rennstall erhalten bleibt und seine Erfahrung weitergeben kann, dann kann man den Fragenkatalog so auf die neue Saison bedenkenlos anwenden.

Wenn nicht, ja, wenn nicht die Frage bliebe, wie sich die Equipe zum Thema Doping verhält. Kurz vor Beginn der Tour kam der Verdacht auf, dass auch Fahrer von Rabobank zum Kreis der verdächtigten Patienten von Eufemiano Fuentes zählten. Dieser Eindruck verfestigte sich (vorerst) nicht.

Es stimmt jedoch bedenklich, dass vom Vertreter des Teams bei der Abstimmung über den Verbleib von Discovery Channel im Kreis der ICPT ein Votum erfolgte, dass die Exklusion verhinderte. Damit hat man dem Sport einen Bärendienst erwiesen, wenn man im Fall des Falles seine eigenen Beschlüsse torpediert.

Aber es bleibt noch eine Fragestellung, die nach 2007 positiv beantworten werden kann. Kann der Deutsche in den Reihen von Rabobank, Grischa Niermann, mit einem Saisonerfolg auch einen Akzent setzen? 2006 war er nur noch Domestike, der kein Ticket für die Tour de France bekam.




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o.T.
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23.02.2007 20:12

ogkempf
Tippspielweltmeister

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Ich haette zu den Top 8 wohl noch Brown genommen, der zwischendurch schon als Fehleinkauf wieder abgeschoben werden sollte, dann aber durch seinen sehr starken herbst doch noch einen Vertrag abzwang.
Und Posthuma ist mMn eine sehr gute Saison gefahren.




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23.02.2007 22:19

Sprintstar
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Zitat:
Original von ogkempf
Ich haette zu den Top 8 wohl noch Brown genommen, der zwischendurch schon als Fehleinkauf wieder abgeschoben werden sollte, dann aber durch seinen sehr starken herbst doch noch einen Vertrag abzwang.
Und Posthuma ist mMn eine sehr gute Saison gefahren.


Seh ich da genauso wie Herr Kempf. Der gute G. Brown war tatsächlich schon abgehakt, aber seine guten Leistungen ab August haben ihn wieder "ins Gespräch" gebracht.

Joost war vorallem in den EZFs Klasse, er war sogar immer nah an den Siegen.

Was dieses Jahr angeht, denke ich, wird das ein sehr gutes Jahr für de Raboploeg, die Jungen haben z.t. ja jetzt bereits Topform und auch Freire is bereits Top dabei. Bei MSR sollte man unbedingt mind. zwei Augen auf den guten Oscar haben. (vorallem, wenn man E. Zabel heisst! zahnlos fiesgrins ) Bei den flämischen Rennen sollten vorallem Flecha sowie auch L. van Bon die Top-Leute sein. Beide sind allemal in der Lage, unter die Top-10 zu kommen, ob sie Boonen & Co. gefährlich werden, muss man abwarten...
Ansonsten dürften in den nächsten ein/zwei Monaten vorallem die Etappenrennen für Rabo interessant sein, T. Dekker hab ich bei TA (wenn er da startet) besonders auf der Rechnung, DAS ist ein Kurs wie gemacht für ihn, erst zwei knackige Hügelankünfte, dann ein langes EZF. Auch ein R. Gesink ist bei einem Etappenrennen im März (vielleicht noch April) allemal für einen Topplatz gut. Dazu kommt ja noch ein D. Menchov sowie auch ein J. Posthuma und vorallem ein Pieter Weening.

Was den Giro angeht, muss man schauen, wat für ne Aufstellung die Herren Rabo da aus dem Hut zaubern werden. Leider weiss ich net genau, WEN man vielleicht jetzt schon Richtung Giro in Form bringen will. Einen sehr guten Thomas Dekker kann ich mir da schon vorstellen, ebenso einen Top-Weening. Menchov soll ja der Mann für die Tour werden, da rechne ich ihm dann auch gute Chancen ein, WENN er es schaft, seine Leistungsfähigkeit auch über 3 Wochen zu halten. Dazu kommt dann noch bestimmt ein Ardila sowie ein M. Rasmussen, DER natürlich dem guten Denis helfen könnte. Ob Freire bei der Tour als Sprinter am Start sein wird, muss man abwarten, sein Rücken ist da ja immer auch das große Fragezeichen! Vielleicht ist dann auch G. Brown DER Mann für die Sprints. Die Vuelta is IMO noch zu weit weg, um nun schon die Fahrer darauf vorzubereiten, ich gehe aber hier ebenfalls von Menchov als Käptn aus!

Hochgespannt bin ich vorallem auf die Jungen und neuen. Ich gehe fest davon aus, das Thomas Dekker dieses Jahr wat sehr grosses reissen wird, auch bei Weening und Posthuma hab ich da ein gutes Gefühl. Dekker ist ja sowohl bei RFs als auch bei schweren Eintagesrennen sehr gut dabei. Wenn Rabo ihn mal als Käptn einsetzt, ist da viel drinne. Dekkers großes Plus ist ja auch seine Vielseitigkeit, einerseits ist er natürlich ein Super EZFler, dazu ist er noch ein guter Kletterer und er ist recht Antrittstark/endschnell. Ideale Vorraussetzungen auch für ein schwereres Eintagesrennen, die Frage wird dabei natürlich sein, wie M. Boogerd die Ardennenrennen fahren wird. Pieter Weening ist in meinen Augen auch ma reif für nen Sieg bei einer größeren Rundfahrt a'la T. de Suisse, T. de Romandie oder auch Paris-Nizza. Dass er da vorallem am Berg wat zeigen muss is klar, ER ist in meinen Augen neben Menchov DER Kletterer. Auf S. Langeveld bin ich richtig gespannt, er hat ein Riesenpotential, vorallem in hügeligen Gelände. Auch als EZFler soll er ziemlich gut sein, allerdings ist er auch noch sehr jung. Er sollte daher auch vorallem bei kleineren Rennen seine Freiheiten kriegen, bei den größeren Rennen ist er eine Riesenhilfe für M. Boogerd/Dekker/Menchov. Nicht vergessen sollte man auch Marc de Maar, bei dem man schauen muss, in welche Richtung er sich entwickelt, allgemein gesagt ist er aber vorallem ein Hügeltalent, der hier und da bestimmt auch überrachen kann (und wird). Für mich sehr interessant ist der bereits sehr starke Robert Gesink. DER schlug ja schon in Kalifornien gut ein, seine Welt sind klar die Berge und Hügel. Im ersten Jahr bei den "großen" dürfte er vorallem bei kleineren Rennen für Furore sorgen, hier und da bei einer größeren RF kann er ebenfalls mit Top-10-Plätzen in GW und auch in Bergetappen rechnen. Das Potential des Teamjüngsten ist auf jedem Falle riesig. (Gesink ist erst 20 Jahre alt!) Kai Reus ist ebenfalls ein Supertalent, was er ja schon bei dem einen oder anderen Rennen bewiesen hatte. Seine Stärke sind ebenfalls Hügel und Berge sowie EZFs, ähnliches gilt ja auch (bitte berichtigen wenns net stimmt) für Kozontchuk, der ja auch gut bolzen kann! Will Walker ist ebenfalls ein guter Allrounder, der auch meines Wissens nach nicht ganz langsam im Finale ist. Letzter Satz gilt NATÜRLICH auch für den dritten Sprinter des Teams, Max van Heeswijk, der vorallem bei Rennen a'la Gent-Wevelgem bestimmt für sehr gute Resultate gut sein dürfte. Auch bei kleineren Etappenrennen und vielleicht auch bei einer GT sind da bei ihm Siege drinne!

Alles in allem hat Rabo ein Team mit einer Riesenzukunft, das gilt vorallem für schwerere Rennen. Ein richtiges Sprintteam ist Rabo in meinen Augen nicht, dafür aber ein (zukünftiges) Spitzenteam bei hügeligen und bergigen Rennen. In meinen Augen hat Rabo durch die Super Nachwuchsarbeit unter den erstklassigen Teams das größte Potential!




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24.02.2007 14:43

Steamboat
Tour-Sieger

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Zuinächst freue ich mich, dass ich dann doch noch eine inhaltliche Kritik zu meinen Ausführungen zu Rabobank bekomme.

Ganz konnte ich mir bei oggi eigentlich nicht vorstellen, dass er mich bei den Rabos ohne Widerspruch auskommeb lässt, aber er hat sich Zeit gelassen.

Kurz zur Erklöärung meiner Ausführungen:

Brown hatte ich ursprünglich auch in der Top Acht dabei. Allerdings habe ich die Berichterstattung verfolgt, und dabei ist mir mehrfach aufgefallen, dass der Australier trotz der Etappensiege bei der D-Tour z.T. recht massiven Bemrkungen ausgesetzt wurde. Grundtenor: Man war mit seinen Leistungen weder von der Medienseite noch von der Teamseite zufrieden. Da wo er "funktionieren" sollte, war er ein Ausfall, dort, wo es um nicht so viel ging, lief er zur Höchstform auf. Deswegen habe ich davon Abstand genommen, seine Saisonleistungen zu loben.

Die unterschiedlichen Bewertungen der Leistungen besonders von Posthuma lassen sich schnell erläutern. Oggi verfolgt die Fahrer mit anderen Augen als ich. Während ich meist die Fahrer aus der ergebnisorientiert beobachte, achtet oggi vermutlich mehr "den Weg". Ich muss auf Grund der Fülle der Infos, die ich über jedes einzelne Team habe, selektieren. Ansonsten wäre das unbezahlter Hobbyjob nicht zu leisten, da ich sonst wirklich über jedes Rennen Videomaterial haben müsste, dass ich sichten müsste. Das ist mir dann doch zu viel.
Von daher fiel der Blick auf die Ergebnisse von Posthuma. Er hat zwar einige vordere Resultate, aber er sticht aus meiner Sicht andere Fahrer nicht aus und hätte es nicht verdient, meinetwegen vor Erik Dekker (da lasse ich mir gerne den Hang zur Nostalgie nachsagen) oder Rasmussen genannt zu werden.

ME hielten die jungen Wilden den Ansprüchen nicht immer stand. So fiel mir besonders bei T. Dekker auf, dass er nach T-A eben doch eher in der Versenkung verschwand und zu meiner Überrachung nicht für die Tour berücksichtigt wurde. Ich habe damals mal überprüft, warum er nicht dabei war. Und ihm wurde Formschwäche nachgesagt.

zu den Anmerkungen von Sprintstar kann ich nicht viel sagen, weil er die Zukunft prognostiziert. Das tue ich zwar in meinem Ausblick auch, aber da mekrt man dan doch den Unterschied vom Anhänger einer Mannschaft zum Betrachter einer Truppe. So ausführlich könnte ich, zumal ich mich mit dem PRinzip der Objektivität verhaftet sehe - so selten mir das in den letzten Wochen auch gelungen sein mag - nicht über die Chancen und Aussichten einer Truppe philosophieren.

Dennoch, danke für Eure Anmerkungen.




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o.T.
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